Der blutige Angriff einer isrelischen Eliteeinheit auf einen internationalen Schiffskonvoi mit Hilfsgütern für den Gaza-Streifen hat den israelisch-plästinensischen Konflikt erneut in die Schlagzeilen gebracht. Der Vorfall zeigt, wie schnell Gewalt in einem Klima aus Misstrauen, Hass und Angst eskalieren kann. Schlimm daran ist auch, dass wir uns an Hiobsbotschaften aus dem Nahen Osten fast schon gewöhnt haben und kaum mehr bereit sind, uns damit ernsthaft auseinanderzusetzen.
Das hat u. a. mit mangelnder Kenntnis zu tun. Dagegen gibt es ein Mittel: hinfahren und sich selbst ein Bild machen. Gelegenheit dazu gibt die Nichtregierungsorganisation Siraj aus Bayt Sahour in Palästina. Siraj bietet Besuchern die Möglichkeit, den Alltag in den israelisch besetzten Gebieten aus eigener Anschauung zu erleben. Dies geschieht durch Treffen mit Palästinensern und Israelis, durch den Besuch illegaler Siedlungen und der israelischen Mauer, durch die Konfrontation mit Engpässen der Wasserversorgung, Schikanen des Grenzverkehrs und mit Flüchtlingsschicksalen.
Die von Siraj entwickelte und organisierte Reise “Fair Trade Olive Harvest” führt viele dieser Aspekte in einem Tourverlauf zusammen, der Offenheit und Neugier verlangt. Die Mitreisenden ernten Oliven mit Bauerngemeinschaften des Fairen Handels, lernen die Herausforderungen und Vorzüge ökologischer Anbaumethoden kennen und kommen in engen Kontakt mit Palästinas Menschen und Traditionen. Sie diskutieren Menschenrechtsfragen mit israelischen und palästinensischen Bürgerrechtsaktivisten und erleben die Auswirkungen der israelischen Besatzungspolitik aus erster Hand. All dies wird den eigenen Blick auf diese krisengeschüttelte Region um eine Vielzahl persönlicher Eindrücke erweitern und die Erkenntnis untermauern, dass Menschen und ihre Bedürfnisse im Zweifel wichtiger sind als Prinzipien und Machtansprüche.
„Fair Trade Olive Harvest“ ist eine auf Englisch geführte Reise, die jeweils einmal im Jahr zur Olivenernte durchgeführt wird. Die Kernreise dauert 13 Tage und beginnt in diesem Jahr am 3. Oktober. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung unter 06591-94998-0 oder per E-Mail an info@nomad-reisen.de.
Informationen zur Reise Fair Trade Olive Harvest nach Palästina
Finden Sie diese Reise sinnvoll? Ist sie Ihnen zu politisch? Oder glauben Sie gar, dass Touristen in einem Gebiet, das politisch umstritten ist, nichts zu suchen haben? Wir freuen uns auf Ihre Diskussionsbeiträge.




Danke für die uneingeschränkt positive Rückmeldung. Das gibt uns das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein – immer verbunden mit der Hoffnung, nicht auf irgendeinem politischen Glatteis auszurutschen (was in der Region leicht passieren kann, aber was das angeht, können wir uns zum Glück ganz auf die Erfahrung unserer Partner vor Ort verlassen).
ich find e die Reise Klasse. Und auch notwendig. Nur vor Ort kann man einen Eindruck der Geschehnisse bekommen und nur im Gespräch mit den Menschen. Politisch: alle reisen nach Israel oder palästina tangieren die Politik und man muß sich mit den dortigen Problemen auseinandersetzen.
Also: bin froh, dass es dise Reisemöglichkeit gibt.