Wer kennt das nicht? Man bucht seinen Urlaub, erhält die Reiseunterlagen und freut sich, dass man 30 Kg Gepäck mitnehmen darf. Bei genauerer Betrachtung der Unterlagen fällt jedoch auf, dass bei dem Inlandsflug bloß 20 Kg Gepäck erlaubt sind.

Damit Sie über die Gepäckregelungen schon vor der Buchung mit nomad Bescheid wissen, haben wir einige unserer Fluggesellschaften einmal genauer unter die Lupe genommen.

Die drei von nomad am häufigsten gebuchten Fluggesellschaften sind derzeit Oman Air (WY), Iran Air (IR) und Turkish Airlines (TK). Da wir bei manchen unserer Reisen nicht auf Inlandsflüge verzichten können, stellen wir Ihnen heute die Gepäckbestimmungen dieser Airlines vor!

Oman Air: Die Freigepäckgrenze auf Flügen mit Oman Air beträgt in der Economy Class 30 kg, in der Business Class 40 kg und in der First Class 50 kg. Beachten sollte man allerdings, dass das Gepäck der Passagiere auf Codeshare Flügen jeweils 10 kg weniger wiegen darf. Codeshare-Flüge sind Flüge, die von einer Partnerairline durchgeführt werden, und dann Flugnummern (Codes) von beiden Partnern bekommen; sich die Partner diesen Flug also teilen und gemeinsam Plätze verkaufen.
Unabhängig von den Freigepäckgrenzen darf ein Gepäckstück nicht schwerer als 32 kg sein, wenn es als reguläres Gepäck eingecheckt werden soll. Sollte diese Grenze überschritten werden, müssen die Passagiere damit rechnen, dass das Gepäck als Frachtgut transportiert wird. Neben dem Freigepäck darf jeder Passagier ein Handgepäck mitnehmen, welches nicht mehr als 7 Kg wiegen darf.

Während Inlandsflügen mit der Oman Air gelten in der Regel die gleichen Bestimmungen wie auf den internationalen Flügen. Sollte es hier Abweichungen geben, so werden wir Sie darauf aufmerksam machen. Außerdem finden Sie die Gepäckinformation auch auf Ihrem E-Ticket.

Turkish Airlines: Bei der Airlines Turkish Airlines ist die Situation vergleichbar: Die Freigepäckgrenze auf internationalen Flügen beträgt in der Economy Class 30 Kg und in der Business Class 40 Kg. Auf nationalen Flügen jedoch liegt die Freigepäckgrenze jeweils 10 kg darunter.
Sind auf dem Flugticket hiervon abweichende Freigepäckmengen angegeben, so sind die auf dem Ticket angegebenen gültig! Das Handgepäck während eines Fluges mit Turkish Airlines darf 8 Kg betragen.

Iran Air: Auch die Iran Air hat die Regelung, dass die Freigepäckgrenze auf nationalen Flügen, also Inlandsflügen, jeweils 10 Kg weniger beträgt als auf den internationalen Flügen. Hier darf der Passagier 30 Kg mitnehmen. Das Gewicht des Handgepäcks ist mit maximal 5 Kg das leichteste unter den hier genannten Airlines.

 

Wenn man den Innenraum dieser Maschine der Tadjik Air sieht, dann versteht man, warum hier beispielsweise nur 10 Kilo erlaubt sind!

Besonders ärgerlich kann es werden, wenn man einen innerdeutschen Anschlussflug mit einer Billig-Airline oder neuerdings auch mit Lufthansa bucht, um nach Frankfurt zu kommen. Bei diesen Flügen ist in der Regel gar kein Freigpäck im Ticketpreis enthalten, sondern muss gesondert hinzu gebucht werden. Das kann also recht teuer werden. Wir empfehlen übrigens schon aus Umweltgründen die meist alternativlos preiswerte Anreise mit der Bahn!

Bei Langstreckenflügen mit europäischen Airlines muss man außerdem aufpassen, welche Anzahl an Gepäckstücken erlaubt ist. Die Lufthansa gestattet (wie die meisten amerikanischen Airlines) pro Passagier nur ein einziges Gepäckstück – das sogenannte one piece baggage. Das ist zum Glück bei „unseren“ Airlines nicht der Fall. Hier kann man sein Gepäck aufsplitten und beispielsweise Schlafsack und Schlafmatten in einer eigenen Tasche unterbringen. Allerdings raten wir bei unseren Trekking- und Expeditionsreisen – die ja in der Regel sehr viele Zeltnächte beinhalten – dazu, den Schlafsack mit ins Handgepäck zu nehmen. Denn sollte Gepäck verloren gehen, können wir zwar meist einen Ersatzschlafsack vor Ort besorgen, aber es ist auf jeden Fall angenehmer, im eigenen Schlafsack zu übernachten.

Wenn man regelmäßig Medikamente einnehmen muss, gehören auch diese ins Handgepäck. Sicherheitshalber sollte man sich von seinem Hausarzt eine Bescheinigung über die Notwendigkeit der Medikamenteneinnahme geben lassen. In manchen zentralasiatischen Ländern wie Usbekistan könnte es sonst zu Problemen bei der Einreise kommen.

Autor: Gianna Platten