Erdbeben im Westiran Epizentrum

Erdbeben im Westiran Epizentrum

Am Sonntag, 12.11.2017, kam es in der Grenzregion zu einem Erdbeben im Westiran mit der Stärke 7,3. Nach Angaben des deutschen Geoforschungszentrums Potsdam lag das Zentrum des Bebens in etwa 34 Kilometern Tiefe im Westen der iranischen Provinz Kermanshah.

Es handelt sich um eine abgelegene Bergregion, die relativ dünn besiedelt ist. Am späteren Abend wurde ein Nachbeben der Stärke 4,5 registriert und am frühen Montagmorgen gab es ein weiteres Nachbeben der Stärke 4,7.

Auch in mehreren nordirakischen Städten und Provinzen wie Halabdsha, Erbil und Duhok ist das Erdbeben Medien zufolge zu spüren gewesen.

Die Rettungsarbeiten sind am Montagmorgen angelaufen. Das genaue Ausmaß der Katastrophe ist aber noch nicht absehbar. Auch wie viele Personen sich noch unter den Trümmern befinden, ist noch unklar. Die meisten Schäden gab es laut Berichten in den iranischen Grenzstädten Ghassr-e Schirin, Sar-e Pol-e Sahab und Esgeleh. Inzwischen sprechen iranische Medien von mehr als 300 Toten und über 2500 Verletzten.

Aktuell befinden sich keine Gäste von nomad in dem betroffenen Gebiet, das generell sehr selten von westlichen Reisenden besucht wird und dessen Hauptreisezeit wegen des Klimas Frühjahr und Herbst sind. In Tehran und anderen großen Städten wie Isfahan war das Beben zu spüren, richtete aber keine Schäden an. Es besteht derzeit kein Recht auf kostenlose Umbuchung oder Stornierung unserer Iranreisen.

Inzwischen hat auch das Auswärtige Amt seinen Sicherheitshinweis aktualisiert. Reisende werden gebeten, besonders umsichtig zu sein und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge zu leisten.

Autor: Jennifer Daxböck