In Petra, um Petra und um Petra herum: So könnte man die erste Woche dieser intensiven Trekkingreise beschreiben. Schließlich wäre die berühmte Felsenstadt ohne das bucklige Sandsteingebirge, das sie umgibt, gar nicht denkbar. Die stille Schönheit dieser Landschaft wird einem erst richtig bewusst, wenn man die viel besuchten Ruinen hinter sich lässt. Im Wadi Rum ist es dasselbe. Die meisten Touristen kommen von Aqabah aus auf einen Abstecher vorbei, da bleibt nicht viel Zeit zum Sightseeing. Umso besser für die, die wie wir gleich fünf Tage hier verbringen und in aller Muße die Stille der Wüste genießen.

Dieses Trekking in Jordanien hat viele Besonderheiten: die Kombination zweier ausgedehnter Trekkings; die Konzentration auf die beiden schönsten Landschaften Jordaniens, die zugleich die größten Attraktionen des Landes beherbergen; das intensive gemeinsame Reisen mit Beduinen; schließlich die einmalige Möglichkeit, vor der spektakulären Kulisse des Wadi Rum das Kamelreiten zu lernen!

Wer kann das schon von sich behaupten? Dort, im Wadi Rum, im Schatten der von T. E. Lawrence beschworenen „Sieben Säulen der Weisheit“, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben im Sattel gesessen! Das führt gleich zu einem weiteren Merkmal dieser Reise: Es geht hier eben nicht um Lawrence of Arabia oder den so genannten Petra-Entdecker Jean Louis Burckhardt oder all die anderen „Helden“, deren Ruhm in keinem Verhältnis zu der kurzen Zeitspanne steht, die sie hier verbracht haben. Es geht um Landschaften und wie sie die Menschen prägen, die hier seit Jahrhunderten und noch länger leben.

Die Nabatäer, die Petra schufen und zum Mittelpunkt eines florierenden Reiches machten, waren gewitzte Karawanenhändler, die die Wüste wie ihre Westentasche kannten. Für die Jordanier – man glaubt es kaum, wenn man in Amman oder Aqabah steht – gilt genau das Gleiche: Sie waren Wüstensöhne, Beduinen, und das ist noch gar nicht so lange her.

Die beiden Trekkings um Petra und im Wadi Rum machen mit dieser Beduinenkultur bekannt, und das auf besonders intensive Weise. Dazu gehören die alltäglichen Verrichtungen: das Teekochen, das Zubereiten des Essens, das Brotbacken im Wüstensand und – am Ende des Tages – die gemeinsame Runde um das Lagerfeuer. Dazu gehört aber auch das Entdecken verborgener Täler und Ruinen, der überraschende Blick über zerklüftete Felsformationen, die Schlucht, die sich plötzlich vor einem auftut. Und, im Wadi Rum, das Schaukeln im wiegenden Schritt der Kamele, sicher thronend im Beduinensattel.

 

Karl S., einer unserer Teilnehmer, schreibt ganz begeistert von seiner Zeit in Wadi Rum:

„Das Reiten auf unseren Tieren war einfach, da die Sättel sehr bequem und der Schritt der Kamele äußerst beruhigend ist. Nun begann für mich  eine eindrucksvolle, ruhige, wunderschöne Zeit. Die Landschaft zeichnete fantastische Bilder- immer wieder neue Gemälde in den wundervollsten Farben und die himmlische Ruhe ließ mich fast demütig werden. Ibrahim und Faid umsorgten uns zu jeder Zeit und waren immer für uns da. Es gab Stunden ohne Worte, aber mit den tollsten Eindrücken. Diese Ruhe – diese Natur – und das einfache Leben der Beduinen waren weit mehr als ich erwartet habe. Der Abschied von Ibrahim in Rum City viel uns schwer aber es ging weiter.“

Haben Sie auch Lust bekommen sich aus dem Alltag auszuklinken und einige Tage die Schönheit Jordanien zu genießen?

Unser Herbsttermin Anfang November ist bereits gut gebucht – es sind noch wenige Plätze frei.

 

Autor: Gianna Platten