Iran: Unser Driverguide navigiert unsere Reisenden sicher durch die Wüste

„Wie sicher reise ich in einem arabischen Land, in einer der Ex-Sowjetrepubliken in Zentralasien, im Iran oder in den Randgebieten der Sahara?“ Diese Frage wird uns häufig am Telefon gestellt, zumal unsere Reiseländer nicht zu den Weltengegenden gehören, die häufig von westlichen Touristen besucht werden. Oft findet man selbst im Internet kaum Hintergrundinformationen, und oft sind die Berichte in den Medien sogar falsch oder mindestens stark pauschalisierend und tendenziös. Wo also bekomme ich relevante Informationen über die Sicherheit auf Reisen und zur Sicherheit in meinem Reiseziel her?

Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes

Eine wichtige – und teilweise rechtlich auch bindende – Quelle ist das Auswärtige Amt, welches zum Beispiel Sicherheitshinweise bei Naturkatastrophen, politischen Krisen oder terroristischer Gewalt veröffentlicht und Empfehlungen ausspricht, die wir stets im Vorfeld bei der Planung unserer Reisen konsultieren.

Dabei unterscheidet das Auswärtige Amt mehrere Stufen: Diese reichen von Sicherheitshinweisen (gestaffelt von einer Empfehlung über den Rat, nicht unbedingt erforderliche Reisen zu unterlassen bis zu dem Rat, alle Reisen in ein Gebiet zu unterlassen) bis hin zu konkreten Reisewarnungen für ganze Staaten oder einzelne Reiseregionen.

Sicherheitshinweise dienen uns und natürlich den Reisenden als Hilfestellung und Empfehlung zur Planung und Durchführung einer Reise. Hierzu schreibt das Auswärtige Amt:

„Sicherheitshinweise machen auf besondere Risiken für Reisende und im Ausland lebende Deutsche aufmerksam. Sie können die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken. Gegebenenfalls wird von nicht unbedingt erforderlichen oder allen Reisen abgeraten. Auch die Sicherheitshinweise werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Reisewarnungen enthalten dagegen einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder in eine Region eines Landes zu unterlassen. Sie werden nur dann ausgesprochen, wenn aufgrund einer akuten Gefahr für Leib und Leben vor Reisen in ein Land oder in eine bestimmte Region eines Landes gewarnt werden muss. Eine Reisewarnung wird nur selten ausgesprochen. Deutsche, die in diesem Land leben, werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert“.

Info des AA: Was sind Sicherheithinweise 22.09.2017

Im Falle einer Reisewarnung gilt übrigens bei nahezu allen Versicherungen wie Kranken- und Reiseabbruchversicherung eine besondere Bestimmung, nach der die Versicherungen dann keine Schäden mehr ausgleichen.

Ein seriöser Reiseveranstalter wie nomad, der in einigen Fällen Reisen in Gebiete durchführt, für die es verschärfte Sicherheitshinweise den Auswärtigen Amtes gibt, informiert seine Gäste vor der Buchung und nochmals vor Reisebeginn ausführlich über die Sicherheitslage in dem Zielgebiet und holt im Zweifelsfall das Einverständnis der Reisenden ein.

Iran: Mehrdad plant die Überfahrt zur Insel Qeshm

Alle unsere Reiseleiter verfügen über hervorragende Ortskenntnisse

Sicherheit auf Reisen: Was bewirken Reise- und Sicherheitshinweise

Aber es gibt auch Vorbehalte gegenüber den Einschätzungen des Auswärtigen Amtes. Die häufigsten Kritiken lauten, dass das Auswärtigen Amt die betroffenen Regionen teils geographisch zu ungenau beschreibe, oder gar keine aktuellen Informationen vorliegen habe. Oft würden auch lange zurückliegende Vorfälle ohne Bezug zur aktuellen Situation als Ursache für einen verschärften Sicherheitshinweis genannt. Manchmal wird andersherum gemutmaßt, dass für Länder, bei denen der deutsche Staat ein Interesse an einer Weiterentwicklung des Tourismus habe, weniger streng beurteilt würde, als dies eigentlich notwendig sei.

Zudem wurde in der jüngeren Vergangenheit deutlich, dass die europäischen Regierungen die Gefährdung ihrer Touristen im Ausland sehr unterschiedlich einschätzen, so etwa nach dem terroristischen Anschlag auf das ägyptische Sharm el Sheikh im Sommer 2015. Während tausende britische, niederländische und belgische Touristen evakuiert wurden, sprach das deutsche Auswärtige Amt lediglich die Empfehlung aus, „sich aktuell informiert zu halten“. So entschied lediglich die Staatsbürgerschaft der Touristen, wer noch am Strand verweilte oder abreisen musste.

Länder, für die eine Reisewarnung besteht, leiden in der Regel immens unter dem Ausbleiben der Touristen. Gerade im Tourismus arbeiten oft Menschen ohne qualifizierte Ausbildung, die nur schwer ein anderes Auskommen finden. Insgesamt verschärft sich die wirtschaftliche und soziale Lage in einem solchen Land immer mehr, und auch der nachfolgende Erholungsprozess kann durch die teils erheblichen Imageschäden – teils entstanden durch die Berichterstattung der Medien – stark beeinträchtigt sein. Dies trifft zum Beispiel aktuell für Tunesien und Ägypten zu, aber auch für Jordanien, obschon gerade Jordanien zu den tolerantesten und offensten arabischen Ländern überhaupt zählt.

Alles in allem bietet das Auswärtige Amt jedoch sehr wichtiges und vor allem rechtsrelevantes Informationsmaterial zur Sicherheitslage in den verschiedenen Ländern.

Es schreibt allerdings einschränkend selbst: „Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden.“

Ihre Sicherheit auf Reisen: Was wir als Reiseveranstalter für die Sicherheit unserer Gäste tun

Aufgrund unserer langjährigen Kenntnis unserer Reiseregionen können wir Ihnen sehr detaillierte Hintergrundinfos geben und weitergehend beraten. Gerade wir als Spezialisten für diese Reiseregionen können es uns nicht leisten, unsere Gäste in Gefahr zu bringen, denn damit würden wir unsere Geschäftsgrundlage zerstören. Deswegen beobachten wir die Sicherheitslage in allen unseren Reiseländern sehr genau und gehen keinerlei Risiken bei unseren Reisen ein.

Nicht umsonst haben wir in unserer fast 25-jährigen Firmengeschichte – trotz einiger Zwischenfälle, die sich krisenhaft hätten entwickeln können – nie eine einzige wirkliche Krise erleben müssen – und dies weder im Jemen in den Jahren, in denen Entführungen dort fast an der Tagesordnung waren, noch in Algerien, in Mali oder in Mauretanien. Inzwischen haben wir leider etliche Zielgebiete insbesondere in der Sahara aus dem Programm nehmen müssen. Andere Länder wie Sudan, Pakistan oder Iran leider sehr unter einem schlechten Image, sind aber in etlichen Landesteilen unproblematisch zu bereisen.
Dass wir in fast 25 Jahren keine einzige Krise erleben mussten, führen wir vor allem auf unsere umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen und vor allem auf unsere sehr gute Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern zurück. Denn mit unseren Agenturen pflegen wir statt bloßer Geschäftsbeziehungen lang andauernde echte Partner- und Freundschaften. Entsprechend fühlen sie sich – genau wie wir – in höchstem Maße verantwortlich für das Wohlergehen unserer gemeinsamen Gäste.

Oman: Guide Ibrahim im Gespräch

Oman: Unser Guide Ibrahim im Gespräch. Zu unseren lokalen Partnern in den Zielländern pflegen wir enge Beziehungen um die Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten.

Wenn Sie Fragen zur Sicherheit in einem unserer Reiseländer haben, können Sie uns jederzeit anrufen. Wir werden alles tun, um Ihre Fragen ausführlich zufriedenstellend zu beantworten.

Autor: Julietta Baums