“Aus der Arabischen Welt” – Lesungen in München

Verfasst am 3. Mai 2011 von Daniela Halfmann

Arabische Veranstaltungsreihe im Mai

Gleich drei Lesungen finden in diesem Monat im “Literaturhaus München” statt: die Veranstaltungsreihe “Aus der Arabischen Welt” stellt drei Bücher vor. Die zeigen einen besonderen Einblick in das Leben unserer arabischen Mitmenschen.

So kann neben der Zerissenheit während und nach dem libanesischen Krieg (“Yalo”) und der Gegensätze verschiedener israelischer Weltanschauungen (“Zweite Person Singular”) vor allem ein auch amüsanter Einblick in die ägyptische Gesellschaft anhand der Taxifahrer in Kairo erhascht werden (“Im Taxi. Unterwegs in Kairo”).

Ausschlaggebend für eine Lesereihe dieser Art sind die aktuellen Geschehen der arabischen Welt der letzten Monate. Auch wenn die deutsche und europäische Berichterstattung bemüht ist, ein engagiertes Bild der Geschehnisse zu zeigen: eine Beurteilung der Lage erscheint vielen Kennern der Regionen heikel und mögliche Innenansichten daher umso wertvoller. (weiterlesen…)

Rezept: Arabischer Chai

Verfasst am 19. März 2011 von Yvonne

Chai bezeichnet in großen Teilen des Orients Tee in vielen verschiedenen Variationen. Was wir hier als Chai kennen, wird zum Beispiel in Indien Masala Chai genannt, eine einfache Übersetzung für Gewürztee. Dieser wird traditionell mit Milch und, wie der Name schon sagt, Gewürzen schwarzem Assam-Tee hergestellt.

Auch während vieler unserer Reisen wird Chai serviert und dieser wird ganz frisch hergestellt – ganz ohne Teebeutel.

Es gibt kein festes Rezept oder eine bestimmte Zubereitungsmethode für einen Chai. Wir verraten jetzt unsere Chai-Variante, die viele von Ihnen entweder während einer der nomad-Reisen oder aber während eines Messe-Besuchs an unserem Stand probiert haben. (weiterlesen…)

Ausstellung: “Lawrence von Arabien”

Verfasst am 9. März 2011 von Daniela Halfmann

Die bereits in Oldenburg gelaufene Ausstellung kommt Ende April nach Köln

Lawrence von Arabien“: dahinter verbergen sich jede Menge Mythos und ranken sich mehr oder weniger wahre Geschichten. Nichtzuletzt der gleichnamige Film von 1962 mit Peter O`Toole in der Hauptrolle hat dazu beigetragen. Neben Schauspielergrößen wie Omar Sharif und Anthony Quinn hat diese Rolle dabei geholfen, eine ganz bestimmte Sicht der Geschichte nicht nur wahrzunehmen, sondern auch über die Jahrzehnte hinweg zu erhalten.

Die kollektive Erinnerung kommt jedoch nicht immer zum gleichen Ergebnis wie die historischen Recherchen. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Thomas Edward Lawrence vor allem als Held verehrt; seit den 1950er Jahren treten jedoch auch vermehrt kritische Stimmen auf. Insgesamt ist es einfach sehr schwer zwischen der historischen, der literarischen und der medialen Figur zu unterscheiden, die T.E. Lawrence verkörpert und auch selbst inszeniert hat. (weiterlesen…)

Musandam & Djabal al-’Akhdar: Gebirgstrekking in Südarabien

Verfasst am 7. März 2011 von Lorenz Töpperwien

Jenseits der Wüsten: Vielfältige Bergwelten im Sultanat Oman

Oman ist ein Wüstenland. Aber das ist längst nicht alles, was das südarabische Sultanat zu bieten hat. Im Nordosten des Landes, parallel zur Küste des Indischen Ozeans, erstreckt sich ein Gebirgsband, das geologisch einzigartig ist und hinter seinen schroffen Gipfeln unverhofft fruchtbare Täler verbirgt. Eines dieser Gebirge, der Djabal Akhdar, steht als Schauplatz eines fünftägigen Trekkings im Zentrum dieser Reise. Eine andere Berglandschaft lässt sich am besten vom Holzdeck eines traditionellen arabischen Bootes aus entdecken: die zerklüfteten Grate der Halbinsel Musandam. (weiterlesen…)

Widersprüchliche Meldungen aus Oman

Verfasst am 28. Februar 2011 von Lorenz Töpperwien

Forderungen der Demonstranten nicht gegen den Sultan gerichtet

<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sohar" target="blank">Suhar (hier das Fort), bisher v. a. bekannt als Geburtsstadt Sindbads (Foto: I Riyadh Al-Balushi, wikipedia)</a>

“Wir wollen neue Gesichter in der Regierung sehen und wir haben eine lange Liste sozialer Reformen”, zitieren Medien einen omanischen Beamten namens Habiba al-Hanay. “Wir hoffen, dass er uns hört und den Wandel in Gang bringt.”

Adressiert ist diese Botschaft an Sultan Qabus, der in seinem Land hohes Ansehen genießt. Das gilt auch ungeachtet der jüngsten Proteste, die das Land vor drei Tagen in die Schlagzeilen gebracht haben. Aber nicht nur die Beliebtheit des Herrschers, auch die Art der Demonstrationen unterscheiden die Situation in Oman grundlegend von den Ereignissen in Tunesien und Ägypten.

Bilder brennender Autos und Supermärkte verschrecken die Weltöffentlichkeit und die Omanis gleichermaßen. Wir erhielten und erhalten zahlreiche Zuschriften, die besorgt danach fragen, ob man noch sicher in Oman reisen könne. Werden sich die gewaltsamen Ausschreitungen in der Industrie- und Hafenstadt Suhar ausbreiten? Wir halten das für sehr unwahrscheinlich. (weiterlesen…)