Die zweiteilige Dokumentation von Jan Haft führt zum ersten Mal in dieser Art die Türkei in seiner doppelten Form vor: zum einen die wilde Naturschönheit, zum anderen die kulturelle Geschichte diese Region. Dabei werden kaum bekannte Landschaften besucht oder aber weltberühmte Orte besichtigt, so z.B. die antike griechische Metropole Priene.
Der erste Teil „Vom Bosporus zum Schwarzen Meer“ ist eine bildgewaltige Reise durch den Westen der Türkei. Man begegnet dort Schildkröten, Goldschakalen und Dromedaren oder den wilden Bergziegen. Diese Bezoarziegen haben ihr Revier an den steilen Hänge des Taurusgebirges. Das mächtige Gebirge zieht sich an der ägäischen Küste des Mittelmeers entlang über eine Strecke von mehr als 1000 Kilometer. Seine Gipfel können fast 4000 Meter hoch sein und sind daher extremen Wetterumschwüngen ausgeliefert.
Die Türkei ist jedoch nicht nur ein Land der wilden Tiere und Pflanzen, wie z.B. Orchideen oder Anemonen oder auch die so beliebte Tulpe, sondern auch das der unterschiedlichsten Völker, die aus Osten und Westen gekommen sind. So kreuzen sich die Wege der Tiere und der Nomadenfamilien im Taurus noch heute, wenn die Menschen ihre Herden auf die Sommerweiden führen. Diese Menschen werden „Yörüken“ genannt und pendeln mit ihren Ziegen zweimal im Jahr zwischen Mittelmeerküste und Hochland hin und her. Die noch etwa 10.000 in dieser Form lebenden Nomaden kommen ausschließlich mit ihren Ziegen aus und tauschen deren Erzeugnisse auf den Märkten gegen andere Alltagsgegenstände. (weiterlesen…)