Onassis-Umweltpreis geht an FoEME

Verfasst am 17. November 2010 von Yvonne

 

Am heutigen Abend wird im Hamburger Rathaus erstmals der mit 250.000 EUR dotierte Onassis-Umweltpreis verliehen. Preisträger ist FoEME, die Friends of the Earth Middle East. FoEME ist ein Zusammenschluss aus Israelis, Jordaniern und Palästinensern, die sich seit langer Zeit schon für die Rettung des Jordans engagiert. Die “herausragenden Ergebnisse, die für den Schutz des Wasserkreislaufs bei zunehmender Wasserknappheit verweisen” haben die Onassis-Stiftung überzeugt.  Alle zwei Jahre soll diese Auszeichnung ab sofort für großartige Beiträge zum Umweltschutz und nachhaltiger Energienutzung vergeben werden.
FoEME setzt sich bei ihrer Arbeit dafür ein, den Jordan für eine nachhaltige sowie umweltgerechte Wasserversorgung der Menschen in der Grenzregion zwischen Israel, Palästina und Jordanien zu erhalten. Dabei wird Wasser als der entscheidende Rohstoff für die Entwicklung der gesamten Region bewertet. Die Organisation bezieht bei ihren Untersuchungen die lokale Bevölkerung und umliegende Gemeinschaften mit ein, der zudem die Völkerverständigung zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen fördert und verbessert.

Anja Hajduk, Vorsitzende der international besetzten Jury nennt die Umweltorganisation “wichtig und wegweisend” und sagt über das einstimmige Ergebnis: “Die Organisation verbindet in herausragender Weise Umweltschutz mit dem Engagement für ein friedliches Miteinander in der Region.“

Den Reisebericht über Julietta Baums´ Reise beidseits des Jordans und ihre Teilnahme an der von FoEME organisierten Konferenz mit dem Titel: “Bringing the Jordan River Back to Life: Strategies for Rehabilitation” können Sie hier nocheinmal nachlesen.

Jordanien und Palästina: Beidseits des Jordan VI

Verfasst am 4. Juli 2010 von Julietta Baums

05.05.10: Von Nablus in die Berge. Trekking nach Duma

Die Artikel ist Teil 4 von 10 in der Serie "Jordanienreise Julietta Baums Mai 2010"
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Am Morgen erwartet uns ein anderer Fahrer mit einem kleinen Minibus, der die Lizenz für die Strecke von Nablus nach Awarta hat. Denn heute wollen wir einen Tag wandern. Unser Ziel ist der Ort Duma, aus dem auch unser Wanderführer Habib stammt. Wir werden heute bei ihm übernachten.

Vorbei an dem lange gefürchteten Checkpoint Huwara erreichen wir Awarta.

Bis auf eine Flasche Wasser nehme ich nichts mit – mittags wollen wir in Aqraba speisen. Unsere Route führt über Feldwege auf den Djabal al-’Urmah. Auf halbem Weg dorthin steht ein Betongerippe. Hier ist eine kleine Rasthütte geplant, die allerdings nach dem Veto der Israelis nicht fertig gebaut werden darf. Trotzdem rasten wir ein wenig im Schatten überhängender Felsen, in die eine kleine Zisterne eingetieft ist. (weiterlesen…)

Jordanien und Palästina: Beidseits des Jordan V

Verfasst am 23. Juni 2010 von Julietta Baums

04.05.10: Die Rehabilitierung des Jordan: Konferenz in Amman, 2. Tag, Eco-Tourism als Lösung?

Die Artikel ist Teil 2 von 10 in der Serie "Jordanienreise Julietta Baums Mai 2010"

Der zweite Konferenztag ist der Frage vorbehalten, welche Entwicklungsmöglichkeiten das Jordantal bietet.

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Alan Plattus, ein Architekturprofessor aus Yale, stellt das  Projekt “Friedenspark Baqura” vor. Dort überspannten den Jordan Brücken aus römischer und osmanischer Zeit. Eine dritte Brücke aus der Zeit der britischen Besatzung erhebt sich gleich daneben. Ein mächtiges Stauwerk könnte,  so Prof. Plattus – zu einem Informationszentrum und Museum umgebaut werden. (weiterlesen…)

Jordanien und Palästina: Beidseits des Jordan IV

Verfasst am 21. Juni 2010 von Julietta Baums

03.05.10: Die Rehabilitierung des Jordan: Konferenz in Amman, 1. Tag

Die Artikel ist Teil 9 von 10 in der Serie "Jordanienreise Julietta Baums Mai 2010"
 – Salt
– Salt

Wieder ein ziemliches Gesuche nach Straßen und Sträßchen hinauf auf die Berge. Diesmal gelingt es mir nicht, die auf der Karte eingezeichnete Verbindung durch das Wadi Zarqa Ma’in zu finden. Doch auch die Alternativroute, die mich über Salt nach Amman bringt, ist landschaftlich wieder ausgesprochen reizvoll.

Leider bleibt mir in Salt nicht genügend Zeit, die kürzlich in Angriff genommene Grundrenovierung der Altstadt in Augenschein zu nehmen – bereits für 1200h ist das Treffen mit Suhayr und Ramez im Hotel in Amman angesetzt. Deswegen beschließe ich, diese Erkundung am Vortag meines Rückfluges noch irgendwie in das Programm zu quetschen (und das hat sich gelohnt!).

Mit knapper Not schaffe ich es zeitgerecht bis zum Hotel “Le Royal” mitten in Amman und komme dann doch aufgrund der wohl wegen der Konferenz arg verschärften Sicherheitschecks zu spät zu unserem Meeting. Sozusagen zum Ausgleich fahren wir in den hippen Stadtteil Abdun und laben uns im “Salat House” an einem äußerst schmackhaften Salatbuffet. Gemeinsam planen wir die Umsetzung unseres Vorhabens, insgesamt vier zweiwöchige Trekkingreisen auf den Spuren des Abrahamspfades von der Türkei über Syrien und Jordanien bis nach Palästina und – insha’allah bis Israel anzubieten. Ein Teil des Trekkings wird der Ayoun-Trail sein. Allerdings werden wir insgesamt etwa 10 Tage im jordanischen Bergland verbringen und das Trekking in Salt enden lassen (mehr dazu weiter unten). Bei Interesse bitte bei uns melden: Wir schreiben ab Herbst erste Pilotreisen aus, um die neuen Routen mit erfahrenen und flexiblen Gästen zu erkunden! (weiterlesen…)

Jordanien und Palästina: Eine Reise beidseits des Jordan

Verfasst am 6. Juni 2010 von Julietta Baums

Notizen von einer Reise

Eines der seltenen Hinweisschilder für Touristen im Jordantal

Die Artikel ist Teil 1 von 10 in der Serie "Jordanienreise Julietta Baums Mai 2010"

Nach dem Ende der Hochsaison und nach der Rückkehr von Ibrahim aus dem Oman überlasse ich das Büro ein paar Tage sich selbst und – verreise. Was macht eine Reiseveranstalterin sonst schon??

Einige Wochen zuvor hatten mich der Global Nature Fund und die NGO Friends of Earth Middle East (FoEME) zu einer Konferenz in Amman eingeladen. Thema: Die drohende Umweltkatastrophe am Jordan. Denn nur noch 2% des Jordanwassers erreichen das Tote Meer. Es ist zu befürchten, dass der “heilige Fluss” bereits im kommenden Jahr austrocknet – mit unabsehbaren Folgen für die Menschen an seinem Ufer, für die Flora und Fauna. Ich soll ein Referat über eine mögliche Erschließung des Tales für den Ökotourismus halten.

Für die Tage vor und nach der Konferenz nehme ich mir die (erneute) Erkundung des Jordantales und des angrenzenden Berglandes um die Araberfeste Adjlun sowie einen Abstecher auf die Westbank vor. Bislang kenne ich Palästina nicht. Für das von uns geplante Projekt “Abrahamspfad” möchte ich die neu entwickelten Trekking- und Wanderpfade südlich von Nablus erkunden.

Außerdem stehen Checks der wichtigsten Hotels im Norden und am Toten Meer an. Diese Informationen sind sowohl für die Gestaltung unserer Katalog- und Privatreisen als auch für die bald wieder anstehende Aktualisierung meiner Jordanien-Reiseführer im Polyglott-Verlag wichtig.

Also mal wieder ein ziemlich strammes Programm, aber ich freue mich nach den anstrengenden Monaten im Büro sehr darauf!