Filztradition in der Türkei

Verfasst am 28. Juni 2011 von Kai Jes

Beim Filzmacher in der Stadt der Derwischhüte - Konya

Filz spielt in der türkischen Alltagskultur seit jeher eine wichtige Rolle. Ein Schelm, wer dabei an Vetternwirtschaft oder unübersichtliche bürokratische Verflechtungen denkt. In Zentralasien werden Jurten, die geräumigen Wohnzelte der Nomaden, noch heute aus wetterfestem Filz gefertigt. Der Fez, einst von Sultan Mahmud II. allen osmanischen Untertanen als Kopfbedeckung verordnet, besteht ebenso aus Filz wie der ärmellose Überwurf der anatolischen Ziegenhirten, kepenek genannt, der aussieht wie ein überdimensionierter Kleiderbeutel ohne Reißverschluss.

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Tunesiens vergessene Schätze

Verfasst am 24. Mai 2011 von praktikantIn

Neue Ansätze im Tourismus: mehr Kultur statt reiner Badetourismus

“Unbekanntes Tunesien” lautet das neue Motto des Tourismusministeriums des Mittelmeer Anrainers. Sieben Weltkulturerbestätten bieten Tunesien-Urlaubern die Möglichkeit, Ferien abseits der typischen Strandresorts zu machen. Nach der Jasminrevolution bleiben bisher die Besucher aus, an den Stränden, die zuvor Tausende Sonnenanbeter anlockten. Der Alltag ist längst zurückgekehrt und die Tunesier sind auf Besucher angewiesen um Ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, denn Tourismus ist auch hier ein bedeutender Wirtschaftszweig.

Nun machen die Tunesier auf die bisher unbekannteren Schätze des Landes aufmerksam, um auch jene anzulocken, die keinen All-Inclusive Urlaub wünschen.  Denn das kleine Land am Mittelmeer bietet so viel mehr als einen reinen Strandurlaub. Wissen Sie, welche kulturellen und landschaftlichen Schätze Tunesien zu bieten hat?

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Kirgistan-Ausstellung “Urban Visions Bishkek”

Verfasst am 5. April 2011 von Daniela Halfmann

Die Ausstellung findet in München vom 13. bis 29. Mai 2011 statt

Bishkek, die Hauptstadt Kirgistans, steht hier nicht nur Namens-Pate für eine Ausstellung des gesellschaftlichen Wandels. Die  Stadt selbst wird als Zeugin der politisch und kulturell tiefgreifenden Veränderungen des Landes gesehen. Zeitgenössische Medien wie Video, Fotografie und Installationen oder Performances präsentieren ein facettenreiches Bild dieser Zeiten.

Der Ausstellung vorraus gegangegen ist die letzte Revolution im April 2010,  seit der nun eine Übergangsregierung ohne Präsident in eine noch ungewisse Zukunft blickt. Schwierig gestaltet sich da die Identitätssuche eine Volkes, das mit nomadischen Wurzeln über die aufgezwungene kommunistische Ideologie der Sowjetzeit nun auch noch die Korruption des Kapitalismus erfährt. Ausserdem versuchen der islamische und der christliche Glaube in dem kleinen Binnenstaat parallel zu existieren. (weiterlesen…)

TV Tipp: Reisewege Türkei: Im Hinterland der Schwarzmeerküste

Verfasst am 27. Juli 2010 von Daniela Halfmann

Mehmets Augen zur Welt - Ein Film von Christian und Dorlie Fuchs

Landschaft im Pontischen Gebirge

Ein Film über die Menschen heute im pontischen Gebirge, dem ehemaligen griechischen Königreich an der Schwarzmeerküste. Diese geschichtsträchtige Region widerstand dem damaligen Expansionsdrang der Römer in Richtung Osten am längsten. Doch 1451 konnten sich dann die Osmanen durchsetzten und übernahmen das Gebiet mit den wichtigen Handelspunkten des pontischen Gebirges. In der Hafenstadt Akçakoca steht noch heute das Denkmal des gleichnamigen Militärführers, der damals für die Eroberung des westlichen Pontos zuständig war. Heute bezeichnet man mit dem Begriff Pontos-Gebirge alle Gebirgsketten zwischen Kleinasien und dem Schwarzen Meer. Seine Reichweite erstreckt sich östlich von Istanbul ca. 1000 km bis zur Grenze von Georgien.

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Sudan: Sand staubt, heiß weht der Wind

Verfasst am 21. April 2010 von Eberhard Neubronner

Entlang des Nils zu antiken Stätten im Nordsudan – Nubische Dorfbewohner wehren sich gegen einen Staudamm

Pyramiden-von-Nuri

Erstmals seit 24 Jahren wurde im Sudan wieder gewählt – was folgt danach? Trotz vieler Probleme ist der Nordteil des afrikanischen Staates nach wie vor gut zu bereisen. Seine Menschen sind überaus freundlich.

„Good morning“, lächelt Rihab Khider. Die 34-jährige Archäologin lotst neun Reisende zwei Wochen lang durch Bilal el-Sudan, jenes ‚Land der Schwarzen‘, das von Omar Hassan Ahmad al-Bashir regiert wird (Militärputsch 1989) und dem Islamismus huldigt. Freilich spüren Ausländer statt Feindschaft viel Sympathie im Kontakt mit der Bevölkerung. Positive Zusammenhänge zwischen Armut und Freundlichkeit sind unverkennbar, doch nicht zuletzt auch sozial besser gestellte Menschen wie Rihab zeigen spontan, dass Europa sie interessiert. Nur US-amerikanische Politiker haben schlechte Karten. Ob sich dies mit dem Wechsel von Bush auf Obama ändern wird, steht dahin. (weiterlesen…)