Der Kaffee: Es waren Hirten, die die belebende Wirkung der roten Kirschen entdeckten. Systematisch kultiviert wurde der Kaffee zuerst auf der Arabischen Halbinsel. Von hier aus – genauer: Von der Hafenstadt Mokha im heutigen Jemen – gelangte er nach Europa. Papst Clemens VIII. segnete das Getränk und machte es salonfähig. Anfang der 1640er Jahre wurde das erste europäische Kaffeehaus im heutigen Sinne in Venedig eröffnet. Nach und nach wurde der Kaffee von der Luxusware zu einem Getränk für alle – und veränderte die Lebensgewohnheiten der Menschen grundlegend. (weiterlesen…)
Ausstellung: Kaffee – Von Arabien in die Welt
Verfasst am 30. April 2010 von Lorenz TöpperwienEine kulturgeschichtliche Schau des Vereins Arabisches Museum Nürnberg e.V. im Deutschen Hirtenmuseum
Iran: Nesf-e Djahan
Verfasst am 30. April 2010 von Rurik von Kotzebue„Wir haben jeden Tag in vollen Zügen genossen“
Familie von Kotzebue, im April 2010
Vielen Dank für eine wiederum hervorragend organisierte und durchgeführte Reise!
Wir haben jeden Tag in vollen Zügen genossen und sehr viel Interessantes und Neues erfahren dürfen. Wie schon gedacht, aber vor Antritt der Reise nicht ganz geglaubt, klaffen Realität im Land und Medienberichte himmelweit auseinander!!!!!!!!!! Die Menschen sind wie eh und jeh offen und interessiert, ohne sich anbiedern zu wollen und finden es ganz enorm wichtig einem dem schlechten Auslandsimage entgegengesetzten Eindruck zu vermitteln. Jeder Fremde wird eifrig nach seinen Eindrücken vom Land befragt und die Freude ist zu spüren, wenn sie eine positive Resonanz bekommen. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft ist unglaublich. Die ” Deutschen ” sind besonders beliebt und deutsche Produkte sind begehrt. (weiterlesen…)
Turkei: “Min Dît – Die Kinder von Dyarbakir” im Kölner Filmhaus
Verfasst am 22. April 2010 von praktikantIn
Auf dem Rückweg von einer Hochzeit müssen die 10jährige Gulistan und ihr Bruder Firat vom Rücksitz des Autos mit ansehen, wie ihre Eltern bei einer nächtlichen Straßenkontrolle von türkischen Paramilitärs erschossen werden. Von nun an sind sie auf sich allein gestellt. Ihr Weg führt in Armut und soziales Elend. Als Gulistan den Mörder ihrer Eltern wieder erkennt, beschließt sie, dass der Tod ihrer Eltern nicht ungestraft bleiben darf. Schließlich erreicht sie ihr Ziel ganz ohne Gewaltanwendung, indem sie, wie es ihr in einem kurdischen Märchen erzählt worden war, „dem Wolf eine Glocke um den Hals bindet.“
„Min Dît – Die Kinder von Diyarbakir“ ist der erste kurdischsprachige Film aus der Türkei, wo das öffentliche Sprechen der kurdischen Sprache bis vor einigen Jahren noch strafbar gewesen ist. So ist die politische Brisanz des Films in eine spannende Geschichte verpackt, die einen hohen Unterhaltungswert besitzt.
D 2009 R. u. B.: Miraz Bezar Darsteller: Senjay Orak, Muhammed Al, Hakan Karsak, Suzan Ilir, Berîvan Ayaz uva. 102 Min. 35mm
Oman/Qatar: Hoffnung für die Haie?
Verfasst am 26. März 2010 von Sonja HargensWas China mit dem Haifang in Oman zu tun hat
Der Haifang hat eine lange Tradition in Oman wie auch in den umliegenden Golfstaaten. Extrem arten- und fischreich sind die Gewässer um Oman. 47 verschiedene Arten von Haien wurden in den Küstengewässern gesichtet, am meisten vor Masqat. Haie werden vor allem im Süden des Landes gefangen, im Norden und Osten dagegen eher Schwert- und Thunfische. Zwar gibt es jährliche Fangquoten, um die Bestände nicht zu gefährden, doch die Entwicklungen des letzten Jahrzehntes sprechen eine bedrohliche Sprache. (weiterlesen…)
Orient und Okzident im literarischen Dialog
Verfasst am 25. März 2010 von Lorenz TöpperwienNEU: Nord-Südlicher Literatursalon "Bär unter Palmen" in Berlin
Was passiert, wenn westliche WissenschaftlerInnen und AutorInnen über den Orient schreiben? In welchem Ausmaß bleiben sie ihrer eigenen Welt verhaftet Und wie ist es umgekehrt? Ist ein echter Perspektivwechsel möglich oder verstricken sich kulturelle Grenzgänger unausweichlich in Kulturzentrismus und Missverständnissen?
Diesen Fragen geht von nun an alle sechs Wochen ein neuer Literatursalon nach. Der Titel “Bär unter Palmen” spielt einerseits auf die Gastgeberstadt Berlin an, andererseits erzeugt das Sprachbild ein Gefühl der Disharmonie – Bären und Palmen, das geht nur schwer zusammen. (weiterlesen…)






