In Marokko gedrehter Frauenfilm beim Festival de Cannes

Verfasst am 22. August 2011 von Laurent Piron

La source des femmes: Liebesentzug im Kampf um mehr Rechte

<a href="http://images.allocine.fr/r_760_x/medias/nmedia/18/83/59/39/19699827.jpg" target="blank">La source des femmes</a>

Ein kleines Dorf irgendwo in Marokko.  Jeden Morgen machen sich die Frauen auf eine beschwerliche Wanderung, um in den Bergen Wasser zu holen. “Warum tun wir das eigentlich?”, fragen Sie sich eines Tages. In seinem neuesten Film verlegt der rumänische Regisseur Radu Mihaileanu (“Das Konzert”) eine wahre Begebenheit aus dem Jahr 2001 aus der Türkei nach Marokko. Das Werk war erstmals im offiziellen Wettbewerb der 64. Filmfestspiele von Cannes zu sehen.

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Türkei Reise KervanYolu

Verfasst am 9. August 2011 von Kai Jes

Beim Bergbauern im pisidischen Hochland

Im-pisidischen-Hochland-Foto-K.-Jes

Gleich beim ersten Mal, als ich auf den Bergbauernhof von Mustafa Uludağ kam, habe ich mich in dieses abgeschiedene Hochlandtal und seine Bewohner verliebt. Mit meinen beiden Begleitern war ich von Sütçüler losgewandert, um die alte Römerstraße durch die pisidischen Berge nach Adada zu finden.

Unterwegs trafen wir einen Ziegenhirten, der uns erklärte, wie wir am besten in die vor uns liegende Schlucht hinunterkämen. Offenbar hatte er Sorge, dass wir unterwegs verloren gehen, denn per Handy informierte er Mustafa über die herannahenden Fremden, die sich nicht auskennen. Das erfuhren wir allerdings erst später. An einem zugewachsenen Engpass erwartete uns der Bauer mit einer Handvoll Pistazien, als sei es das Selbstverständlichste von der Welt, uns hier zu begegnen.

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Ramadan: Traditionen und Kulturveranstaltungen

Verfasst am 6. August 2011 von Julietta Baums

Habt ihr schonmal den Ramadan miterlebt? Kennt ihr besondere Ramadan-Speisen?

Fastenbrechen am Abend

Am 1. August hat in den meisten arabischen Ländern der Ramadan begonnen. Ramadan karim! Zu der Zeit war ich noch mit meiner Familie in Oman und habe den Beginn der Fastenzeit miterlebt.

Ramadan bedeutet, dass die Menschen tagsüber keine Speisen und keine Getränke zu sich nehmen, und zum Beispiel auch nicht rauchen. Erst mit der Abenddämmerung wird das Fasten gebrochen.

Wir haben in der Dämmerung das Iftar, also das Fastenmahl, zu uns genommen haben – dabei werden frische Datteln (in Oman ist gerade die Zeit der Dattelernte – hmmm!!) und eine shurba, also eine Fastensuppe, gereicht. Dazu trinkt man Wasser und Saft. Außerdem gibt es Sambusek, dreieckige Teigtaschen mit Gemüse- oder anderer Füllung, und Luqaymad: frittierte Teigbällchen, in Safransirup gewälzt. Griechenlandfans kennen diese Bällchen übrigens unter dem Namen Lukumades. Anschließend werden süßer Milchtee und arabischer Kaffee gereicht.

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Schuhgröße 37 – Frauenfußball im Nahen Osten

Verfasst am 8. Juli 2011 von Lorenz Töpperwien

Aufräumen mit dem Klischee: Claudia Wiens

<a href="http://www.museumsportal-berlin.de/uploads/tx_wgxmportal/dXEBqf.jpg" target="blank">Foto: Claudia Wiens</a>

Allzu lange ist es auch bei uns nicht her, dass Frauenfußball auf öffentliches (Medien-)Interesse trifft.  Noch Anfang der 1970er Jahre galten kickende Damen dem Deutschen Fußballbund als anstößig, außerdem befürchtete man Schaden für die Gesundheit der Spielerinnen. In Wirklichkeit glaubte Mann natürlich, Frauen sollten lieber die Füße vom Ball lassen.

Und jetzt Frauenfußball im Nahen Osten? Das verstößt gleich gegen mehrere Klischees. (weiterlesen…)

Filztradition in der Türkei

Verfasst am 28. Juni 2011 von Kai Jes

Beim Filzmacher in der Stadt der Derwischhüte - Konya

Filz spielt in der türkischen Alltagskultur seit jeher eine wichtige Rolle. Ein Schelm, wer dabei an Vetternwirtschaft oder unübersichtliche bürokratische Verflechtungen denkt. In Zentralasien werden Jurten, die geräumigen Wohnzelte der Nomaden, noch heute aus wetterfestem Filz gefertigt. Der Fez, einst von Sultan Mahmud II. allen osmanischen Untertanen als Kopfbedeckung verordnet, besteht ebenso aus Filz wie der ärmellose Überwurf der anatolischen Ziegenhirten, kepenek genannt, der aussieht wie ein überdimensionierter Kleiderbeutel ohne Reißverschluss.

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