Als neues Mitglied im nomad Team Zentralasien möchte ich mich an dieser Stelle vorstellen und ein wenig über mich, meinen Weg zu nomad und meinen Bezug zu Zentralasien erzählen.

Da ich schon immer an anderen Kulturen interessiert war, studierte ich zunächst im Bachelor Ethnologie und Sprachen & Kulturen der Islamischen Welt in Köln. Später folgte dann ein Master in Ethnologie, bei dem vor allem das kulturelle Erbe im Fokus stand. Es war mir wichtig, zu erfragen wie der Umgang damit die Menschen beeinflusst. Über fremde Kulturen nur zu lesen, hat mir schon früh nicht ausgereicht. Ich wollte sie auch persönlich kennen lernen und erleben. Sodass hier auch meine Leidenschaft für das Reisen in die Ferne ihren Anfang nahm. Nach zahlreichen Reisen ins europäische Ausland und darüber hinaus nach Tunesien, Israel, die Türkei, sowie mehreren Reisen und Feldforschungsaufenthalten in Indien, verfestigte sich mein Wunsch auch beruflich im Tourismus tätig zu werden und die Begeisterung für das Reisen auch mit Anderen zu teilen.

Welche Bedeutung das Reisen für mich hat

Am Reisen finde ich besonders schön, dass man einen Einblick in die verschiedenen Bereiche anderer Kulturen erhält. So kann man stets Neues und Unbekanntes entdecken. Ich sehe das Zusammentreffen mit Menschen, die ich in meiner gewohnten Umgebung sonst nicht kennengelernt hätte, als eine der größten Bereicherungen. Denn wenn man einen persönlichen Bezug herstellen kann, beispielsweise zu den Guides oder Gästehausbesitzern, verändert sich das Erlebnis vollkommen. Selbst flüchtige Begegnungen können dann zu einem regen Austausch führen. Meiner Erfahrung nach, steht auch die lokale Bevölkerung dem sehr offen gegenüber. Besonders wenn man optisch als nicht-zugehörig auffällt, ist das Interesse an der oder dem Reisenden immer groß. Als eine ältere Dame in einem indischen Dorf, auf den ersten Blick ohne jeglichen Bezug zu mir, an mich gewandt sagte: „Wenn wir dieselbe Sprache sprechen könnten, hätten wir uns soviel zu erzählen“, wurde das auch mir bewusst. (Dieser Satz wurde mir natürlich übersetzt.)

Bestimmte Erfahrungen und Eindrücke können nur durch das Reisen als solches gemacht werden. Dadurch wird es für mich unersätzlich. Außerdem lernt man auf diese Weise nicht nur „die Anderen“, sondern auch sich selbst viel besser kennen. Der Umgang mit unbekannten Situationen, in denen man ins kalte Wasser geworfen wird, stärken immer auch die Eigenwahrnehmung. Meine erste Reise, die ich alleine angetreten bin, führte nach Israel – in ein Land, dessen Sprache und Kultur mir kaum bekannt waren. Doch die Erfahrung, sich 14 Tage lang erfolgreich „durchgeschlagen“ zu haben, war beeindruckend.

Warum ausgerechnet Zentralasien?

Da ich in Kasachstan geboren und zum Teil aufgewachsen bin, hat mich Zentralasien bereits seit frühster Kindheit geprägt. Diese frühen Eindrücke unterstützen mein Verständnis der Region enorm. Zentralasien ist für viele allerdings noch ein weißer Fleck. Touristisch hat die Region, meiner Meinung nach, allerdings viel zu bieten:  Hier findet man eine tolle Mischung aus interessanten Traditionen, einer atemberaubender Natur, Weltgeschichte und persönlichen Geschichten. Die Freundlichkeit der Menschen, die Schönheit und Weite der (manchmal auch sehr rauen) Natur mit ihren Steppen, Hochebenen und Gebirgen und die vielen kleinen Eigenheiten der verschiedenen Kulturen – und insbesondere zahlreiche kulinarischen Spezialitäten – machen Zentralasien für mich zu einer besonders anziehenden Gegend. Deshalb bin ich froh, die Region zukünftig auch Ihnen näher zu bringen und das nomad Team Zentralasien zu verstärken.

Interessieren Sie sich für eine unserer Zentralasien Reisen oder haben weitere Fragen an mich? Dann freue ich mich auf Ihren Anruf unter 0221 66962514 oder Ihre E-Mail an n.brenning@nomad-reisen.de

Autor: Nadja Brenning