Sicherheitslage Oman 2026: Mein Reisebericht aus dem August
(Stand: 18. August 2026)
Wie ist die Sicherheitslage im Oman im August 2026? Kann man derzeit durch das Sultanat reisen, mit dem Mietwagen oder einem Geländewagen mit Dachzelt unterwegs sein und eine Reise für den Herbst buchen? Diese Fragen erreichen uns seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen in der Region regelmäßig.
Ich bin gerade von einer einwöchigen Reise aus Oman zurückgekehrt. Zwar handelte es sich vorwiegend um eine klassische Geschäftsreise mit Gesprächen, Hotelbesichtigungen und Produktarbeiten. Ich war jedoch nicht nur in Muscat, sondern auch außerhalb der Hauptstadt unterwegs, habe neue Attraktionen und Sehenswürdigkeiten besucht und mich mit unseren Agenturen, Hoteliers und weiteren Partnern ausgetauscht. Außerdem habe ich Gäste von uns getroffen, die gerade mit zwei Geländewagen und Dachzelten durch Oman reisen.
Die Sicherheitslage im Oman 2026 in Kürze
- Die wichtigste Aussage gleich zu Beginn: Oman kann man derzeit unbedenklich bereisen. Das Alltagsleben verläuft im gesamten Land absolut normal, Hotels und Sehenswürdigkeiten waren und sind geöffnet. Die Gäste von uns, die aktuell in Oman reisen, erleben Oman als sicher und reisen wie geplant.
- Es gibt keine Reisewarnung für Oman. Das Auswärtige Amt rät ausschließlich von Reisen in die Exklave Musandam und in die unmittelbare Grenzregion zum Jemen ab.
- Von den militärischen Auseinandersetzungen in der Region ist im omanischen Alltag nichts zu spüren. Zwar drohen die USA mit ermüdender Regelmäßigkeit mit einer Eskalation, aber diese bleibt ebenso regelmäßig aus, weil sich die USA politisch in eine Sackgasse manövriert haben.
- Änderungen und Umleitungen im internationalen Flugverkehr würden sich bei einer erneuten Eskalation nicht vollständig ausschließen lassen, wobei die Nonstop-Flüge mit der Oman Air ab diversen europäischen Flughäfen auch in der heißen Phase dieses Konflikts ohne jede Einschränkung durchgeführt wurden. Wenn erforderlich, wird die Oman Air wie in der Vergangenheit Flugrouten ändern, um die Sicherheit zu gewährleisten.
- Wir beobachten die Situation fortlaufend und stehen in engem Kontakt mit unserer Familie, unseren Freunden und unseren Partnern im ganzen Land.
Was ich im August 2026 im Oman erlebt habe
Wer nur die Nachrichten aus der Golfregion verfolgt, gewinnt leicht den Eindruck, das Leben müsse dort und in Oman von Anspannung und Unsicherheit geprägt sein. Vor Ort zeigt sich ein vollkommen anderes Bild.
Der Straßenverkehr läuft normal. Hotels, Restaurants, Geschäfte, Museen und Sehenswürdigkeiten sind geöffnet. Omanis verbringen ihre Abende mit ihren Familien, gehen einkaufen, treffen sich in Cafés oder am Strand und fahren am Wochenende in die Berge oder ans Meer. Wenn man Omanis nach ihrem Alltag und möglichen Einschränkungen im Alltag fragt, erntet man irritierte Blicke und amüsiertes Lächeln. Von welchen Einschränkungen man denn rede? Vom Wetter? Zum Glück sei dieser Sommer nicht so heiß wie der letzte, aber in Salalah regne es weniger als sonst. Ach, vom Krieg? Ja, da seien im Frühjahr etliche Touristen über die Landgrenzen aus Dubai und Abu Dhabi gekommen, um von Muscat aus in die Heimat zu fliegen. Seither seien recht wenige Touristen unterwegs. Dabei sei das Wetter doch gut …
In den Hotels wird die kommende Reisesaison vorbereitet. Etliche Neueröffnungen stehen kurz bevor oder sind später für den Winter geplant – darunter übrigens auch einige sehr schöne, die wir definitiv in unser Portfolio aufnehmen werden. Neue touristische Angebote wie die Seilbahn (teleferik) in Muttrah entstehen. Heiß ersehnt ist die Eröffnung des Botanischen Gartens in Muscat. Bei meinen Gesprächen mit Agenturen und Hoteliers ging es um Reiseprogramme, neue Unterkünfte, Preise und die Entwicklung des Tourismus – nicht um Einschränkungen des Alltags.

Besichtigung des neu eröffneten Bait Sharqi in Muscat im August 2026: Blick vom Vorraum ins Schlafzimmer
Diese Einschätzung beruht nicht allein auf den Landesteilen, die ich während dieser einen Woche besucht habe. Mein Mann Ibrahim stammt aus Oman. Mitglieder unserer omanischen Familie und enge Freunde leben über das gesamte Sultanat verteilt. Hinzu kommen unsere Kontakte zu Agenturen, Guides, Hoteliers und anderen Partnern. Deshalb erreichen uns Informationen aus Muscat ebenso wie aus Nordoman, dem Landesinneren, der Sharqiyah, Duqm und dem Dhofar.
Aus keinem dieser Landesteile wird uns von Unruhen, einer angespannten Stimmung oder Einschränkungen des normalen Lebens berichtet.
Bereits im Frühjahr reiste die Journalistin Natascha Plankermann für uns durch Muscat, Duqm, Wadi Shab und Nizwa. Auch sie erlebte ein ruhiges Land, in dem die Menschen vor allem darunter litten, dass ausländische Gäste aus Sorge vor der regionalen Lage fernblieben. Ihren Bericht finden Sie unter „Ist Oman sicher? Reisebericht aus dem Frühjahr 2026“.
Mit zwei Geländewagen und Dachzelten durch Oman
Während meiner Reise habe ich vier unserer Gäste getroffen, die derzeit mit zwei Geländewagen und Dachzelten unterwegs sind: zwei Frauen mit ihren beiden fast erwachsenen Kindern.
Gerade diese Reiseform verlangt ein hohes Maß an Eigenständigkeit. Die Frauen steuern die beiden Geländewagen, die vier suchen sich ihre Übernachtungsplätze spontan mitten in der Wildnis aus und erleben das Land hautnah. Sie gehen in Supermärkten und auf Wochenmärkten einkaufen, in Restaurants essen, besuchen Burgen und Forts und wandern in den Bergen. Ihr Reisealltag unterscheidet sich in nichts von dem Alltag, den unsere Gäste in der letzten Saison erlebten.

Während ihrer Reise im August 2026 traf Julietta Baums auch Gäste, die gerade mit nomad im Oman unterwegs waren. Hier die vorbereiteten Mietwagen mit Dachzelt
Ähnliche Rückmeldungen erhielten wir bereits im März 2026. Damals waren zahlreiche Gäste von uns mit Mietwagen und Dachzelten im Oman unterwegs, während in mehreren anderen Staaten der Region Flughäfen geschlossen und Reisende gestrandet waren. Keiner unserer Gäste wollte die Reise abbrechen. Nach ihrer Rückkehr berichteten sie, dass sie im Land selbst keine angespannte Stimmung wahrgenommen und sich zu keiner Zeit unsicher gefühlt hätten. Die ausführlichen Berichte finden Sie unter „Oman Reise Erfahrungen 2026 – Selbstfahrer berichten“.
Unsere individuellen Dachzeltreisen im Oman Seit 2010 organisiert nomad Dachzeltreisen im Oman und verbindet die Freiheit einer individuellen Selbstfahrerreise mit einer verlässlichen Betreuung vor Ort.
Warum sich die Lage in Oman von der Lage in den Golfstaaten unterscheidet
In Bahrain befindet sich das Hauptquartier der fünften US-Flotte. Auch in Katar, Kuwait, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterhalten die USA große militärische Einrichtungen oder haben dauerhaft Truppen stationiert. Diese Einrichtungen waren ein Grund dafür, dass mehrere Golfstaaten nach Beginn der amerikanischen und israelischen Angriffe auf Iran zum Ziel iranischer Gegenangriffe wurden.
Die Situation im Oman ist eine andere. Das Sultanat beherbergt keine permanente US-Militärbasis. Ebenso gibt es keine dauerhaft stationierten amerikanischen Kampftruppen wie in anderen Staaten der Golfregion. Die USA besitzen vertraglich geregelte Zugangs- und Nutzungsrechte für einzelne omanische Häfen und Einrichtungen. Dazu zählen vor allem Duqm und Salalah, die zeitweise für logistische Zwecke und von amerikanischen Marineschiffen genutzt werden können, sofern die omanische Regierung dem im Einzelfall zustimmt. Oman stellt den USA seine Häfen, Flugplätze und sonstigen Einrichtungen für die Angriffe auf Iran jedoch nicht zur Verfügung.
Oman wurde im Frühjahr dennoch nicht vollständig von Angriffen verschont. Zwei Drohnen trafen den Hafenbereich von Duqm und eine den Industriehafen Raysut (bei Salalah). Nach dem Angriff auf Duqm erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghchi, das Geschehen in Oman sei nicht von der politischen Führung beabsichtigt gewesen. Einzelne, teilweise isolierte militärische Einheiten hätten aufgrund zuvor erteilter allgemeiner Befehle gehandelt. Der iranische Präsident entschuldigte sich anschließend und kündigte an, weitere Angriffe zu unterbinden, solange das Territorium Omans nicht für Angriffe auf Iran genutzt werde.
Der normale Reisebetrieb in Duqm und den umliegenden Landesteilen waren auch damals nicht betroffen. Dennoch hatten wir bereits vorsorglich Gäste, die an der Küste entlang unterwegs waren, umgeroutet. Die Journalistin Natascha Plankermann besuchte Duqm nur wenige Wochen später und sprach dort mit Menschen, die von den Angriffen in ihrem Arbeitsalltag nichts mitbekommen hatten.
Aus der Tatsache, dass Oman keine permanente US-Militärbasis beherbergt, folgt selbstverständlich keine absolute Sicherheitsgarantie. Sie erklärt aber, warum Oman nicht wie Golfstaaten mit großen amerikanischen Truppenkontingenten und militärischen Hauptquartieren exponiert ist.
Wie sind die Drohungen der USA einzuordnen?
Der amtierende US-Präsident überzieht Gegner, Partner und sogar vermittelnde Staaten regelmäßig mit martialischen Drohungen. Nicht jede dieser Äußerungen kündigt eine konkrete militärische Handlung an. Für die Bewertung einer Reise sind überprüfbare Entwicklungen wichtiger: tatsächliche Truppenbewegungen, Veränderungen im Flugverkehr, Entscheidungen der omanischen Behörden, offizielle Reisehinweise und die Lage im Land.
Donald Trump ist innenpolitisch erheblich geschwächt. Der Krieg ist in den USA unpopulär, während hohe Energiepreise die Bevölkerung belasten und den Republikanern vor den Midterm-Wahlen schaden. Auch der renommierte Thinktank Chatham House sieht in der Vermeidung eines langwierigen Konflikts mit weiter steigenden Ölpreisen und wachsender Inflation ein wesentliches Motiv für Trumps derzeitige Zurückhaltung. Beide Seiten nutzen die Feuerpause zugleich, um Zeit zu gewinnen. Die Midterms könnten daher einen Wendepunkt bedeuten. Ob sich die Lage danach zum Besseren oder zum Schlechteren entwickelt, lässt sich heute nicht verlässlich vorhersagen. Es gibt jedoch keinen Grund, allein wegen einer möglichen späteren Entwicklung bereits jetzt Reiseplanungen für den Herbst aufzugeben.
Auch die jüngsten martialischen Äußerungen von Donald Trump am 17.08.2026 haben bislang keinerlei militärische Folgen. Sie haben weder die Lage im Oman noch unsere Einschätzung der Reisebedingungen verändert.
Was sagt das Auswärtige Amt zur Sicherheitslage im Oman?
Für Oman besteht derzeit keine Reisewarnung. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in zwei klar bezeichnete Gebiete ab: in die Exklave Musandam an der Straße von Hormuz und in die unmittelbare Grenzregion zum Jemen.
Daneben weist das Auswärtige Amt auf die volatile Sicherheitslage in der Region, das Risiko einer erneuten Ausweitung der militärischen Auseinandersetzungen und mögliche Einschränkungen des Flugverkehrs hin. Reisende werden gebeten, sich in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND einzutragen, Nachrichten zu verfolgen und militärische Einrichtungen zu meiden. Die jeweils aktuellen Angaben finden Sie in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts für Oman.
Ein Sicherheitshinweis oder das Abraten von Reisen in eine einzelne Region ist nicht mit einer Reisewarnung für das gesamte Land gleichzusetzen. Die verschiedenen Begriffe und ihre Auswirkungen erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag „Reisewarnung und Risikogebiet: Was ist der Unterschied?“.
Welche Gebiete werden derzeit nicht bereist?
Die unmittelbare Grenzregion zum Jemen wird von keiner unserer Reisen berührt. Auch unsere Reisen durch den Dhofar führen nicht in das Gebiet, von dem das Auswärtige Amt abrät. Salalah, die Weihrauchregion, die Küstengebirge und die von uns besuchten Strände liegen außerhalb dieser unmittelbaren Grenzregion.
Musandam haben wir weiterhin im Programm. Seit dem Frühjahr 2026 bieten und verkaufen wir Reisen dorthin jedoch nicht mehr. Sobald sich die offizielle Einschätzung ändert und wir die Situation anhand unserer eigenen Kontakte neu bewertet haben, entscheiden wir, ab wann wir Musandam wieder konkret in die Reiseplanungen einbeziehen.
Die klassischen Rundreisen durch den Oman sind von diesen Einschränkungen nicht betroffen. Sie führen durch Muscat, das Hajar-Gebirge, Nizwa und die Oasen Inneromans, in die Wahiba, an die Küste der Sharqiyah oder in den Dhofar. Auch unsere längeren Routen zwischen Muscat und Salalah berühren die unmittelbare Grenzregion zum Jemen nicht.

Die Kreise zeigen die Exklave Musandam (1) und das Grenzgebiet zum Jemen (2). Reisen in diese Regionen bieten wir aktuell nicht an.
Die Karte in diesem Beitrag zeigt die betreffenden Gebiete und die wichtigsten touristischen Regionen. So lässt sich erkennen, wie groß die Entfernungen innerhalb des Sultanats sind und wie wenig die derzeit ausgenommenen Gebiete die klassischen Rundreisen tangieren.
Oman gehört weiterhin zu den sichersten Ländern der Welt
Die regionale militärische Lage darf nicht mit der inneren Sicherheit Omans verwechselt werden. Oman weist seit vielen Jahren eine sehr niedrige Kriminalitätsrate auf. Gewalttaten gegen Reisende sind ausgesprochen selten. Frauen können sich im Land frei bewegen, und auch allein reisende Frauen erleben Oman in aller Regel als entspanntes und gastfreundliches Reiseland.
Im U.S. News Best Countries Ranking 2026 belegt Oman in der Kategorie öffentliche Sicherheit weltweit den zweiten Platz hinter Singapur. Das Ranking beruht auf einer internationalen Befragung und berücksichtigt unter anderem Kriminalität, die Leistungsfähigkeit der Sicherheitsorgane, politische Stabilität, Infrastruktur und das persönliche Sicherheitsgefühl. Der Oman Observer berichtet über das aktuelle Sicherheitsranking.
Im Numbeo Safety Index 2026 Mid-Year erreicht Oman mit 81,7 Punkten den sechsten Platz weltweit. Numbeo: Safety Index by Country 2026 Mid-Year
Solche Indizes bestätigen, was wir und unsere Gäste im Land erleben: Die innere Sicherheit, die niedrige Kriminalität und das friedliche gesellschaftliche Leben haben sich nicht verändert.
Warum wir für Oman-Reisen die nationale Airline Oman Air empfehlen
Bei einer Reise in die Golfregion ist nicht nur das Reiseziel entscheidend. Ebenso wichtig sind die Fluggesellschaft, die Flugroute und ein möglicher Umsteigeort.
Wir empfehlen nach Möglichkeit Oman Air. Die omanische Fluggesellschaft fliegt nonstop von Frankfurt, München, Zürich, Amsterdam, Paris und Mailand nach Muscat. Reisende steigen daher nicht in Dubai, Doha, Abu Dhabi oder an einem anderen Flughafen der Golfregion um.
Oman Air ist auch während der Eskalation im März durchgehend geflogen. Der Flughafen Muscat blieb in Betrieb. Es gab dort zu keinem Zeitpunkt ein mit den Flughäfen anderer Golfstaaten vergleichbares Problem. Während Reisende in Dubai und anderen Städten festsaßen, wurden sogar zahlreiche Kreuzfahrtgäste auf dem Landweg nach Oman gebracht, damit sie von Muscat aus nach Europa zurückfliegen konnten. Oman Air flog in der Zeit rund 80 zusätzliche Verbindungen und beförderte innerhalb einer Woche mehr als 97.000 Passagiere. Unsere Gäste, die in der Zeit regulär flogen, berichteten, dass die Abwicklung am Flughafen trotz dieses immensen Anstiegs an Passagieren reibungslos verlief.
Bei einer Veränderung der Sicherheitslage reagiert Oman Air sofort. Die Flugrouten werden angepasst, gefährdete Lufträume werden gemieden und der Persische Golf wird bei Bedarf weiträumig umflogen. Das kann die Flugzeit verlängern. Für die Sicherheit der Verbindung ist diese schnelle Reaktion jedoch ein erheblicher Vorteil.
Die Direktflüge vermeiden zudem eine zusätzliche Abhängigkeit von einem zweiten Flughafen und einem weiteren nationalen Luftraum. Aus unserer Sicht ist Oman Air deshalb gerade in der aktuellen Situation die beste Verbindung zwischen Europa und Oman.
Omans Rolle als Vermittler
Oman verfolgt seit Jahrzehnten eine eigenständige Außenpolitik. Das Sultanat hält Gesprächskanäle zu Staaten aufrecht, die untereinander kaum oder gar nicht miteinander sprechen. Diese Haltung hat Oman wiederholt zum Vermittler zwischen Iran und den USA sowie zwischen anderen Konfliktparteien gemacht.
Die omanische Regierung beteiligt sich nicht an der Eskalation. Sie setzt auf Verhandlungen, Diplomatie und einen Ausgleich zwischen den Interessen ihrer Nachbarn. Diese Haltung prägt auch die omanische Gesellschaft. Politische und religiöse Unterschiede werden im Alltag mit einer Gelassenheit behandelt, die in der Region keineswegs selbstverständlich ist.

Portraits der sehr beliebten Sultane – des jetzigen Haitham und des vorherigen Sultans Qabus – hängen in jedem Geschäft
Wer mehr über die Geschichte des Sultanats, seine Beziehungen zu Iran, seine Lage an der Straße von Hormuz und die Entwicklung seiner Außenpolitik lesen möchte, findet ausführliche Hintergründe im Trescher-Reiseführer „Oman“. Die sechste, aktualisierte und erweiterte Auflage von Lorenz C. Töpperwien und mir, Julietta Baums, ist 2026 erschienen.
Was Krisenmanagement bei nomad bedeutet
Wir beobachten Oman nicht nur aus einem deutschen Büro. Ibrahim al-Balushi, unser Produktmanager Oman und Partner von mir (Julietta Baums), stammt aus dem Sultanat. Unsere Familie und viele unserer engsten Freunde leben dort. Wir erhalten Informationen aus unterschiedlichen Landesteilen, können sie einordnen und bei Bedarf sofort handeln.
Jedes Krisenmanagement beginnt für uns mit einer genauen und tiefgehenden Analyse. Mit unserer dreißigjährigen Erfahrung aus den zahlreichen Krisen in der islamischen Welt können wir rasch und gezielt agieren. Unsere Gäste verfügen vor Ort über eine rund um die Uhr erreichbare Notfallnummer. Gleichzeitig bleiben wir von Deutschland aus 24/7 ansprechbar und erstellen regelmäßige Updates mit Informationen zur aktuellen Situation. Wir prüfen ggf. Flugverbindungen und buchen Flüge um, sprechen mit unseren Agenturen und passen Reiseverläufe an, wenn dies erforderlich wird.
Dass dieses System funktioniert, haben wir vielfach bewiesen. Als etwa das Auswärtige Amt am 17. März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie eine weltweite Reisewarnung aussprach, befanden sich zahlreiche Gäste von uns in unseren Destinationen. Nur zehn Tage später waren alle unsere Gäste sicher wieder in Deutschland gelandet.
Auch im März 2026 standen wir in engem Kontakt mit allen Gästen im Oman. Wir informierten teils in täglichen Bulletins über die regionale Entwicklung, überprüften vorsorglich Rückreisemöglichkeiten und fragten, ob jemand die Reise abbrechen wollte. Das war nicht der Fall: Niemand wollte das Land vorzeitig verlassen. Sämtliche Gäste setzten ihre Reisen fort und kehrten anschließend regulär zurück. Alle berichteten unisono davon, wie entspannt auch in der Zeit das Reisen in Oman war.
Eine Garantie dafür, dass es niemals zu Änderungen eines Flugplans oder einer Route kommt, kann kein Reiseveranstalter geben. Wir können aber garantieren, dass wir erreichbar sind, Informationen aus Deutschland und Oman zusammenführen und überlegt handeln, sobald dies erforderlich wird.
Würde ich im Herbst 2026 selbst in den Oman reisen?
Ja. Nach meiner Reise im August, meinen Gesprächen im Land, den Rückmeldungen unserer Familie und Freunde sowie den Erfahrungen unserer Gäste sehe ich auch weiterhin keinen Grund, auf eine Oman-Reise im Herbst zu verzichten.
Ich würde die klassischen Routen durch Nordoman, die Wahiba, die Küstenregionen und den Dhofar jederzeit selbst bereisen und sie auch meiner Familie und unseren Gästen empfehlen. Nur einen Abstecher nach Musandam bieten wir unter den gegenwärtigen Umständen nicht an. Die unmittelbare Grenzregion zum Jemen ist ohnehin kein Bestandteil unserer Reisen.
Natürlich kann niemand zuverlässig vorhersagen, wie sich die politische Lage in der Region in den kommenden Monaten entwickelt. Die Midterms in den USA könnten einen Wendepunkt bedeuten. Ob zum Besseren oder zum Schlechteren, lässt sich heute allerdings nicht sagen. Für eine Verschlechterung des Reisealltags im Oman gibt es derzeit jedoch keine Anzeichen.
Entscheidend ist für mich die aktuelle Lage vor Ort und nicht jedes Schlagwort in den Nachrichten und nicht jede martialische Äußerung eines politisch geschwächten Präsidenten. Im Oman ist das Leben ruhig, der Reisebetrieb funktioniert und unsere Gäste sind so wie viele Gäste aus anderen Nationen sicher unterwegs.
Unsere individuellen Oman-Reisen Wir bieten unterschiedliche Möglichkeiten, Oman individuell zu bereisen: Musandam beziehen wir derzeit nicht in konkrete Reiseplanungen ein. Auch die unmittelbare Grenzregion zum Jemen wird von unseren Reisen nicht berührt.
Häufige Fragen zur Sicherheitslage im Oman 2026
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Gibt es aktuell eine Reisewarnung für Oman?
Nein. Für Oman besteht keine allgemeine Reisewarnung. Das Auswärtige Amt rät derzeit von Reisen nach Musandam und in die unmittelbare Grenzregion zum Jemen ab.
Gibt es im Oman Krieg oder Unruhen?
Nein. Im Oman finden keine Kampfhandlungen statt, und es gibt keine inneren Unruhen. Das öffentliche Leben verläuft normal. Risiken könnten bestenfalls aus den militärischen Auseinandersetzungen in der Region und möglichen Auswirkungen auf den Flugverkehr entstehen.
Kann man derzeit mit einem Mietwagen oder Dachzelt durch Oman reisen?
Ja. Nicht nur unsere Gäste reisen im August 2026 mit Mietwagen und Geländewagen mit Dachzelten durch das Land. Bei meiner jüngsten Reise Mitte August sind mir vor Ort zahlreiche Touristen begegnet. Die klassischen Reiserouten sind befahrbar, Hotels und Sehenswürdigkeiten sind geöffnet.
Ist Oman für Frauen und Familien sicher?
Oman weist eine sehr niedrige Kriminalitätsrate auf und gilt als eines der sichersten Reiseländer der Welt. Derzeit sind unter anderem zwei Frauen mit ihren beiden fast erwachsenen Kindern in zwei unserer Geländewagen mit Dachzelten unterwegs.
Fliegt Oman Air weiterhin nach Europa?
Ja. Oman Air verbindet Muscat nonstop unter anderem mit Frankfurt, München, Zürich, Amsterdam, Paris und Mailand. Die Fluggesellschaft ist auch während der Eskalation im März durchgehend geflogen und hat ihre Flugrouten sofort an die jeweilige Sicherheitslage angepasst.
Was geschieht, wenn sich die Lage vor oder während der Reise verändert?
Wir überprüfen die Lage gemeinsam mit unserer Familie und unseren Partnern im Oman, informieren unsere Gäste und passen Routen oder Rückreisen an, wenn dies erforderlich wird. Vor Ort und in Deutschland stehen jederzeit erreichbare Ansprechpartner zur Verfügung.







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