Vorurteile gegenüber der arabischen Welt gibt es viele. Eines der Größten ist , dass es in dieser Region für Frauen nicht sicher ist. Unsere beiden Oman Reisenden Gabriela und Rahel haben sich dem Abenteuer gestellt. Als alleinreisende Frauen  sind sie 15 Tage mit einem Mietwagen an der Küste entlang durch das Sultanat gefahren. Ihre Eindrücke schildern Sie hier:

Reiseroute

Von Muscat fuhren wir über die Berge Jebel Shams und Jebel Akhdar nach Nizwa und dann weiter in die Wahiba Wüste mit einem Abstecher ins Wadi Bani Khaled. Anschließend führte uns unsere Route entlang der Ostküste südwärts nach Duqm und weiter über Shuwaymiya nach Salalah. Eine geführte mehrtägige Tour in die Rub al Khali Wüste rundete die Reise ab.

Begegnungen

Ich war sehr positiv überrascht, mit welcher Selbstverständlichkeit akzeptiert wurde, dass wir ohne unsere Ehemänner reisen, was ich eigentlich nicht erwartet hätte. Als ich aber realisierte, dass auch die Omanifrauen oft alleine oder in Gruppen unterwegs sind, mit ihren Kindern im Auto alleine an den Strand fahren oder zusammen in den Cafés sitzen, erstaunte es mich nicht mehr. Die Frauen wirken selbstsicher, sie tragen ihre traditionelle Kleidung mit Stolz und strahlen Selbstbewusstsein aus. Diesen Eindruck haben sie mir in Gesprächen auch bestätigt. Die Männer, alle ebenfalls traditionell gekleidet, begegneten uns durchwegs freundlich und mit höflicher Zurückhaltung. Auch die Begegnungen mit Polizei und Militär an den diversen Checkpoints waren immer positiv. Die Omani sind grundsätzlich sehr tolerant gegenüber Ausländern. An beliebten Stränden oder in den Wadis bitten sie die Touristen zwar mit Plakaten höflich, ihre Kultur zu respektieren und sich entsprechend zu kleiden, aber trotzdem werden die zum Glück wenigen Ausreisser(innen) in Shorts und Tops oder sogar Bikini weder angestarrt noch geächtet.

Kultur

Das absolute Highlight für mich war die Sultan Qaboos Moschee in Muscat, ein architektonisches Meisterwerk, die schönste Moschee, die ich je gesehen habe. Es gibt eine Vielzahl von schönen Festungen und Palästen. Speziell in Erinnerung bleiben wird mir das Fort in Rustaq, dies aber sicher vor allem, weil wir dort mit Datteln und Kaffee empfangen und dann mit viel Begeisterung und Stolz vom Wächter durch die Anlage geführt wurden. Von den besuchten Souqs war mir der in Nizwa am sympathischsten. Hier trifft man auch die Einheimischen an, man kann ungestört in den Läden stöbern und findet nicht nur Souvenirs, sondern auch viele landestypische Waren.

Landschaft und Natur

So viele «Wow» Momente in zwei Wochen habe ich noch selten erlebt! Für die leidenschaftlichen Offroad-Fahrer wie mich gibt es unzählige anspruchsvolle und einsame Pisten über Berge, durch Schluchten und Wadis oder entlang der Strände. Aber auch gut markierte Wanderwege fehlen nicht, und das alles in einer wunderschönen, sehr abwechslungsreichen Landschaft. Endlos lange und einsame Sandstrände, aber auch faszinierende felsige Küstenabschnitte durften wir genießen.

In der gängigen Reiseliteratur kaum erwähnt, aber ein echtes Bijou ist das Wadi Shuwaymiya; insbesondere im sanften Licht des späten Nachmittags leuchten die Felsformationen in allen Farben. Absolut faszinierend war für mich dann das Eintauchen in die Rub al Khali, die grösste Sandwüste der Welt. Als riesiger Wüsten-Fan habe ich schon zahlreiche Wüsten bereist, die Rub al Khali gehört aber sicher zu den schönsten und einsamsten mit unzähligen majestätischen Dünenformationen und (zumindest während unserer Reise) blühenden Tälern.

Fazit

Oman, du bist ein Juwel in jeder Beziehung, ich komme sicher wieder! Ein herzliches Dankeschön an nomad, insbesondere an Natalie, für die perfekte Organisation und die Unterstützung vor und während der Reise! Hut ab ebenfalls vor den Vertretern der Partneragenturen vor Ort; ich habe gelernt, dass Pünktlichkeit im Oman eher eine halbe Stunde zu früh als eine Minute zu spät heißt.

Möchten auch Sie diese „Wow!“ Momente in Ihrem Urlaub erleben? Dann freut sich die Oman Spezialistin im nomad Team Natalie Szydlik auf eine E-Mail (n.szydlik@nomad-reisen.de) oder einen Anruf (0049 221 66962510)!

Autor: Gastautor_in