Wir haben unsere bei Nomad-Reisen gebuchte Dachzeltreise in Nord-Oman über den Jahreswechsel 2018/2019 unternommen. Die Basics vorweg – alle gebuchten Leistungen wurden zu unserer vollsten Zufriedenheit realisiert. Angefangen von der Auswahl der Hotels zu Beginn und Ende der Reise in Muskat und Mutrah, über die Transfers und natürlich dem Wichtigsten – einem soliden Geländewagen mit Dachzelt, in unserem Fall ein Toyota Landcruiser V6, war Vorort alles bestmöglich organisiert bzw. bereitgestellt worden. Das Klapp-Dachzelt ist geräumig und vom Liegekomfort durchaus bequem. Um es aufzustellen wird einem 2x täglich eine Turneinlage auf das Dach des Geländewagens verordnet. Das ist absolut in Ordnung und gelingt nach kurzer Zeit immer besser. Als „Maggiolina-Dachzeltler“ waren wir hier anfänglich nur etwas funktionsverwöhnt ;-).

Navigation und Verkehrswegenetz

Für die detaillierte Planung der Route und vor allem der vermeintlich schönsten Übernachtungsplätze unserer Dachzeltreise in Nord-Oman hat sich der bei Nomad-Reisen inbegriffene „Oman Off-Road“ Reiseführer als wirklich hilfreich erwiesen. Nach reiflicher Überlegung hat die durchaus gewichtige Reiselektüre dann auch seinen Platz in unserem Reisegepäck gefunden, was wir keinen Moment bereut haben, da das Navigieren anhand der angegeben GPS-Positionsangaben zuverlässig funktionierte. Als unterstützende Navi-App können wir Mapy.cz (Offlinekarte) für den Oman empfehlen. Ein besseres Kartenmaterial wird derzeit wohl kaum zu finden sein. Und auf eine gute Karte mit möglichst hoher Zoomstufe kommt es bei einer individuellen Tour durch das Land wirklich an.

Der Ausbau des Straßennetzes geht gerade rasant vonstatten. Aus Landstraßen werden Highways, aus gravel roads breit ausgebaute und asphaltierte Pisten – auch in entlegene Gebiete des Landes. Dabei werden alte Kreuzungswege aber auch gnadenlos gekappt. Nur ein Beispiel dafür: Die Piste von Rustaq durch das Wadi Sathan ist inzwischen voll ausgebaut, doch einen Abzweig auf die alte Nord-Süd Piste über das Hadschar-Gebirge sucht man vergebens. Hier hilft dann wirklich nur eine gute App zur Positionsbestimmung und etwas Mut, einfach von der Straße erstmal ins Irgendwo abzubiegen, bis man die alten Pisten wieder findet. Aber genau dafür hat man sich ja schließlich für einen vollwertigen Geländewagen entschieden. Wir haben so jedenfalls alle Orte erreicht, die wir erreichen wollten.

Ein bisschen Mut zum Risiko und gesunder Orientierungssinn ist dabei aber hilfreich, sonst fährt man kilometerweit auf neuen, noch auf keiner Karte verzeichneten Straßen und hat mitunter schon den einen oder anderen schönen Spot hinter sich gelassen.

Routenplanung

Wir konzentrierten uns auf unserer Dachzeltreise in Nord-Oman auf das Hadschar-Gebirge, die Wahiba und einigen Küstenabschnitten. Daher verzichteten wir auch teilweise auf die Tourenvorschläge von nomad-Reisen und haben u.a. einen Abstecher gen Süden, nach Khaluf, ganz ausgelassen. Wir wollten grundsätzlich mehr sehen und dabei aber weniger „Kilometer fressen“.

In dem Wissen, dass wir dieses Land sicher noch ein weiteres Mal besuchen werden, ist dieser Plan voll und ganz aufgegangen. Die Menschen und die Natur, in Verbindung mit einem unausgesprochenem „Jedermannsrecht“, welches selbstverständlicher gelebt wird als in Skandinavien, hat uns dabei absolut in seinen Bann gezogen.

Unsere Highlights

Über die besten Locations im Land gibt es bereits eine Vielzahl guter Berichte. Dem soll hier keine weitere Version hinzugefügt werden. Hier darf jeder selbstbestimmt entscheiden, worauf er beim Erkunden des Landes seine Prioritäten legten möchte.

Djabal Shams

Nur soviel – für uns war das Plateau um dem Jebel Shams eines der Highlights, wohingegen wir z.B. dem Jebel Akhdar recht schnell wieder den Rücken gekehrt haben.

Ramlat al-Wahiba

Und wem die Wüstenlandschaft der Wahiba nach ein, zwei oder drei Nächten im Dachzelt nicht magisch angezogen hat, dem kann auch sonst schwerlich weitergeholfen werden.

Wadi Shab

Die Top 5 unter den Wadis sind landschaftlich sehr reizvoll und daher immer einen Abstecher wert, dabei sollte man aber beachten, dass man diese inzwischen immer mit anderen Touristen und Locals teilen muss. Daher lohnt es sich immer früh dran zu sein und die Wochenenden (Freitag und Samstag), wenn möglich, zu meiden. Wir haben für uns das Wadi Shab zum Favoriten gekürt.

Unser Fazit zur Dachzeltreise in Nord-Oman

Das individuelle Reisen mit Geländewagen und Dachzelt durch den Oman bietet eine wundervolle Mischung an Kultur, Exotik, Freiheit, Abenteuer und außergewöhnlichen Naturerlebnissen. Dazu haben wir uns zu jedem Zeitpunkt und überall im Land sicher und willkommen gefühlt. An dieser Stelle daher auch nochmal einen riesengroßen Dank an Khalid, der als Agent Vorort nicht nur einen richtig guten Job gemacht hat, sondern darüber hinaus als Ansprechpartner immer zur Verfügung stand und hilfreiche Tipps parat hatte!

Unser Dank geht ebenso an Frau Daxböck von Nomad-Reisen, deren professionelle Organisation die Grundlage für diese wirklich erlebnisreiche Dachzeltreise in Nord-Oman bildete, deren Eindrücke uns noch lange begleiten werden.

Vielen Dank an dieser Stelle auch noch von nomad an die Gäste Michael und Ramona Wagner für diesen Reisebericht und die zur Verfügung gestellten Bilder.

Wenn dieser Reisebericht auch in Ihnen die Reiselust auf eine Dachzeltreise in Nord-Oman geweckt hat und Sie es nicht erwarten können zu einer Reisen mit Dachzelt in Oman zu starten, stöbern Sie auf unserer Website oder kontaktieren uns telefonisch (0221/669625-0) oder gerne auch direkt per Mail (j.daxboeck@nomad-reisen.de). Neben unseren Standard Reisen stelle ich Ihnen sehr gerne individuelle Routen zusammen.

Autor: Jennifer Daxböck