Ausrüstung Wüstenreise 2

Die Freude vor der nächsten Reise ist groß. Ernst wird es dann spätestens bei der Frage: Ausrüstung für eine Wüstentour? Was kommt eigentlich in den Koffer? Ist ein Koffer überhaupt das Richtige? Was kann ich getrost zu Hause lassen und was darf auf keinen Fall fehlen? Besonders wenn es in die Wüste geht, kommt oft Unsicherheit auf. Damit sich das nicht zum Problem auswächst, geben wir Ihnen hier ein paar Tipps für Ihre Wüsten-Packliste.

Gepäckstück: Wir schwören auf Reisetaschen! Die sind formbar und lassen sich wunderbar im Kofferraum verstauen. Hartschalenkoffer dagegen sind groß und sperrig, nehmen viel Platz weg und eignen sich eher für Busse als für eine Expedition im Geländewagen. Außerdem sind sie denkbar ungeeignet für Zelte, weil man kaum noch selbst ins Zelt passt und weil der Kofferdeckel an den schrägen Zeltwänden stets zuklappt. In großen Trekkingrucksäcken wiederum lässt sich nur schwer Ordnung halten – die Hose oder Jacke, die ich suche, liegt garantiert ganz unten und ich bin den halben Urlaub damit beschäftigt, aus- und wieder einzupacken. Also: Unserer Erfahrung nach sind Reisetaschen ideal!

Bei Zeltnächten gehören Schlafsack und Isomatte zur Basis-Ausrüstung. Bei manchen Touren stellen wir einfache Schaumstoffmatten zum Sitzen und Schlafen und schreiben das dann jeweils im Leistungsverzeichnis der betreffenden Reise mit dazu. Schlafsäcke stellen wir aus hygienischen Gründen grundsätzlich nicht. Da in Wüsten die Tageshitze kaum gespeichert werden kann, wird es nachts je nach Jahreszeit empfindlich kalt, daher unbedingt auf einen angemessenen Komfortbereich beim Schlafsack achten (auch hierzu finden Sie in unseren Reiseunterlagen stets eine Empfehlung mit Temperaturangabe). Durch zusätzliche Innenschlafsäcke – im Sommer aus Seide (kühlt & fängt den Schweiß auf), im Winter aus Fleece – können Sie den Schlafkomfort erhöhen. Unter den Isomatten empfehlen wir selbstaufblasbare Exemplare: Sie sind leicht, kompakt und bequem. Vorsicht jedoch bei steinigem Untergrund: Räumen Sie spitze Steine fort, damit die Isomatte keinen Schaden nimmt.

Ausrüstung Wüstenreise

Als zusätzlichen Tipp empfehlen wir aluminiumbeschichtete Decken (als Rettungsdecken im Handel erhältlich). Wer gerne ohne Zelt unter dem in der Wüste besonders hellen Sternenhimmel nächtigt, kann die Rettungsdecke unter die Isomatte legen. So bleibt diese trocken und das Material der Rettungsdecken hält Käfer oder andere Kriechtiere meist auf Abstand.

Praktisch für die Hygiene in der Wüste sind Feuchttücher und Outdoorseifen. Feuchtigkeitscreme, Lippenpflege und (bei empfindlichen Augen) Augentropfen sollten nicht vergessen werden, da die Haut in der Wüste leicht austrocknet. Noch wichtiger ist dafür natürlich eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine gute Sonnenbrille. Unerlässlich: körperbedeckende, luftige Kleidung sowie eine ausreichende Kopfbedeckung (die Beduinen machen es vor!).

Generell empfehlen wir Kleidung aus Naturfasern oder modernen Mikrofasern. Diese Kleidung sollte bequem sein und  locker sitzen.

Besonders entscheidend ist die Frage nach dem passenden Schuhwerk. In diesem Punkt hat jeder seine persönlichen Vorlieben. Das ist auch in Ordnung, solange die Schuhe bequem und solide sind. Hier eignen sich zum Beispiel Trekkingsandalen. Die Sohle schützt vor dem heißesten Sand und vor Steinen, gleichzeitig bleibt kein Sand im Schuh. Geschlossene Trekkingschuhe bieten einen noch besseren Schutz – insbesondere geben sie dem Fuß Halt und verhindern so ein Umknicken, außerdem halten sie Insekten fern. Der Preis: Die Füße bekommen weniger Luft und zudem kommt immer irgendwie Sand in den Schuh.

Wir haben für alle unsere Gruppenreisen detaillierte Ausrüstungslisten erstellt, diese schicken wir Ihnen nach Buchung einer Reise oder auch auf Anfrage gerne zu. Damit steht einer unvergesslichen Reise in die Wüste nichts mehr im Wege.

 Haben auch Sie Lust, an einer Wüstenreise teilzunehmen? Wir haben auf unserer Homepage das passende Angebot für Sie!

Autor: Eva Kuhl