Jordanien bietet seinen Reisenden eine fast unvergleichbare Vielfalt an Möglichkeiten! Der grüne Norden bietet neben uralten römischen Ruinenstädten wunderschöne Picknick- und Freizeitorte, die meist nur von einheimischen Touristen besucht werden. In nur wenigen Stunden ist man im salzigen Wasser des Toten Meers oder bei einer anspruchsvollen Wanderung durch das Wadi Mujib. Und natürlich ist der Besuch von Petra, gefolgt von einem möglichst ausgiebigen Besuch im Wadi Rum, ein weiteres Highlight einer Sommerreise Jordanien.

Im Sommer 2019 reiste ich das erste Mal nach Jordanien. Hauptanliegen war die Hochzeit eines befreundeten Paares, die Gelegenheit mussten wir aber am Schopf packen und haben das kleine Land so weit wir konnten erkundet und lieben gelernt!

In diesem Artikel teile ich mit Ihnen unsere Eindrücke während der Sommerreise Jordanien und die Möglichkeiten, die man auch bei einer kurzen, einwöchigen Reise hat.

Die Reise startet in Amman. Den ersten Tag haben wir uns frei genommen um zu akklimatisieren und ein erstes Gefühl für das Land und die Leute zu bekommen. Unser Hotel lag zentral, sodass wir genügend Anlaufpunkte haben, die wir zu Fuß erreichen können. Die Erkundung Ammans zu Fuß ist eine absolute Empfehlung! Die verwinkelten Souqs sind nur unweit vom Römischen Theater, der Zitadelle und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten entfernt.

Am nächsten Tag trafen wir uns mit befreundeten „locals“, bewegten uns ebenfalls wieder zu Fuß in der selben Gegend, lernten aber eine ganz andere Stadt kennen.

Wir spazieren durch die Souqs, probieren die leckersten Früchte (ein Vorteil einer Sommerreise Jordanien) und erfahren von den Bauern, wie und wo diese wachsen, probieren sudanesischen Kaffee, lauschen den vielen Geschichten, die die Stadt bereit hält und lernen viel über die so aussagekräftigen „Graffitis“, an denen wir am Vortag unbedacht vorbei gegangen sind. Den Tag beenden wir wieder über den Dächern von Amman, in der palästinensischen Siedlung, bei einer Tasse Tee während der Hausbewohner stolz seine Tauben fliegen lässt.

Nun wollen wir mehr von dem Land sehen. Wir sind wieder mit unseren einheimischen Freunden unterwegs, die uns zuerst zu den Ruinen von Gadara nahe der Stadt Umm Qays führen. Nachdem der sehr interessante „Pflichtteil“ des Ausflugs geschafft ist fahren wir weiter, vorbei an Polizeikontrollen, bis zum israelisch-syrisch-jordanischen Grenzgebiet. Wir sind eingeladen im „Duke’s Paradise“, einem wunderbar grünen Anwesen inmitten der dürren Gegend. Wir genießen die Stille, den Schatten und die angenehmen Mineralquellen, bevor wir uns zu den Dorfbewohnern setzen. Ich lerne wie frische Datteln hier haltbar gemacht werden und wieso trotz der Wassermassen kein Reis angebaut wird. Wir setzen uns an den Jarmuk und fischen – zumindest versuchen wir es – und genießen wieder leckere Früchte aus den Gärten und ein Abendessen bei den unglaublich gastfreundlichen Bewohnern.

Die nächsten vier Tage nutzen wir für eine ausgedehnte Anreise mit Umwegen zu der Hochzeitslocation am Toten Meer. In dieser Zeit sind wir mit einem Mietwagen unterwegs und sind auch ohne lokale Unterstützung wunderbar zurecht gekommen.

Wir sind auch ein bisschen auf biblischen Spuren. Neben dem Berg Nebo besuchen wir die Taufstelle Jesu und einige Kirchen. Wir genießen die Stille und können auch mit den Priestern und Mönchen oft sehr nette Gespräche führen.

 

Wir sind sehr froh, die Reise im Sommer unternommen zu haben, denn die Temperaturen waren dennoch angenehm und die Sehenswürdigkeiten trotz dessen weniger besucht. Besonders in Petra und im Wadi Rum spürt man dies deutlich. Wir wären gerne an beiden Orten länger geblieben und werden sicherlich dorthin zurückkehren um weitere Routen off the beaten path zu erkunden.

Den letzten Tag der Rundreise genossen wir bei einer Wanderung im Dana Nature Reserve. Auf die vielen Eindrücke der letzten Tage konnten wir bei einem wahnsinnigen Sonnenuntergang in unserem tollen Camp etwas außerhalb des Naturschutzgebiets zurückblicken.

 

Würden Sie auch gerne nach Jordanien reisen?

Wir sind in positiver Erwartung noch in diesem Jahr, vielleicht sogar in diesem Spätsommer, Reisen nach Jordanien organisieren und durchführen zu können! Das Land hat vorbildlich auf den Corona Virus reagiert und hat entsprechend eine sehr geringe Zahl an Erkrankten. Derzeit wird ein ausgereiftes Konzept vorbereitet, damit diese Sicherheit auch mit Tourismus verbunden werden kann.

Selbst das Robert Koch Institut hat Jordanien nicht als Risikogebiet ausgewiesen, sodass Sie nach einer Reise keine Quarantäneanordnung zu erwarten haben.

Weitere Informationen
Haben Sie Fragen zu Reisen nach Jordanien oder wünschen weitere Informationen? Unsere Jordanien Expertin Jennifer Daxböck freut sich auf Ihren Anruf ( 0221 6696250 ) oder Ihre E-Mail (j.daxboeck@nomad-reisen.de).
Autor: Natalie Szydlik